Childstories.org Logo
Menü
Childstories.org Logo
  • 1
  • Alle Grimm
    Märchen
  • 2
  • Nach Lesezeit
    sortiert
  • 3
  • Perfekt zum
    Vorlesen für Kinder
Aschenputtel
Aschenputtel Märchen

Aschenputtel für Kleinkinder (ab 3 Jahre)

Vorlesezeit für Kinder: 24 min

Vor sehr langer Zeit gab es einen reichen Mann. Die Frau des Mannes war sehr schwach und krank und wurde immer kraftloser, also beschloss sie, ihr Töchterlein an ihr Bett zu rufen. Sie hielt ihre Hand und sprach: „Liebes Kind, bleib immer ehrlich und brav! So wirst du gut durch’s Leben kommen. Ich werde immer bei dir sein. Hab‘ vertrauen!“ Daraufhin schloss sie ihre Augen und der Raum erleuchtete hell. Die Frau wurde zu einem Engel, der die Tochter freundlich ansah, während er zum Himmel stieg. Das Mädchen ging jeden Tag hinaus zur Kirche und weinte, da ihre Mutter nun im Himmel wohnte. Als der erste Schnee fiel und den Boden bedeckte, ging das Mädchen immer noch jeden Tag zur Kirche. Als die Sonne im Frühjahr den Schnee schmolz, lernte ihr Vater eine andere Frau kennen.

Die Frau hatte zwei Töchter, die sehr schön waren. Sie hatten große Augen und glänzendes Haar. So hübsch sie auch waren, im Herzen waren sie böse, gemein und ungerecht. Trotzdem zogen die Frau und ihre zwei Töchter in das Haus zu dem Mädchen und ihrem Vater. Das Mädchen war nun also das Stiefkind der Frau. Mit dem Einzug begann eine schlimme Zeit für das nette Mädchen. „Warum soll die dumme Gans bei uns im Wohnzimmer sitzen?“ fragte die gemeine Frau und sprach weiter: „Wer Brot essen will, muss es sich verdienen, also hinaus mit dir!“ Sie nahmen dem Mädchen die schönen Kleider weg, zogen ihr graue, alten Sachen an und gaben ihr schwere, hölzerne Schuhe. „Seht einmal, wie sie nun aussieht!“ riefen die drei und lachten. Das traurige Mädchen musste von morgens bis abends schwer arbeiten. Früh, bevor alle aufgestanden waren, musste sie Wasser holen und das Feuer im Ofen anmachen. Danach putzen und kochen. Dann waschen und aufräumen. Von früh bis spät. Tag für Tag.

Aschenputtel wischt Küche und weint

Als ob das nicht genug für das kleine Mädchen wäre, waren die neuen Schwestern auch noch fies zu ihr. Sie machten sich über sie lustig. Die Schwestern schütteten Erbsen und Linsen in die Asche, so dass sie diese wieder heraus suchen musste. So saß sie auf Knien in der Küche und suchte die Erbsen und Linsen aus der Asche. Abends, wenn sie so erschöpft und müde von der harten Arbeit war, durfte sie in kein Bett. Sie musste sich neben dem Herd in die Asche legen und dort schlafen. Weil sie deshalb immer staubig und schmutzig aussah, nannte man sie Aschenputtel.

Eines Morgens berichtete der Vater, dass er auf einen Markt gehen würde und fragte daher die beiden Stieftöchter, was er ihnen mitbringen soll. „Schöne Kleider,“ sagte die eine, „Perlen und Edelsteine,“ die zweite. „Und du, Aschenputtel,“ sprach er, „was willst du haben?“ – „Vater, den ersten Ast, der dir auf deinem Heimweg an den Hut stößt. Brich diesen ab und bring ihn für mich mit!“ Er kaufte nun für die beiden Stiefschwestern schöne Kleider, Perlen und Edelsteine. Als er mit seinem Pferd zurück ritt, streifte ihn ein Ast vom Haselnussbaum und stieß ihm den Hut ab. Da brach er den Ast ab und nahm ihn mit. Als er nach Hause kam, gab er den Stieftöchtern, was sie sich gewünscht hatten. Dem Aschenputtel gab er den Ast vom Haselnussbaum. Aschenputtel dankte ihm, ging zur Kirche und pflanzte den Ast an die Stelle, wo sie immer in den Himmel zu ihrer Mutter schaute. Da die kleine Aschenputtel ihre Mutter so vermisste, weinte sie so sehr, dass die Tränen auf den gerade eingepflanzten Ast tropften. Tropfen für Tropfen. Träne für Träne. Wie von Zauberhand verwandelte sich der Ast in einen kleinen Haselnussbaum.

Aschenputtel ging jeden Tag dreimal an die Stelle mit dem kleinen Baum, weinte und schaute in den Himmel. Jedes Mal, wenn sie das tat, kam ein kleines weißes Vöglein und setzte sich auf den kleinen Baum. Wenn die traurige Aschenputtel nun einen Wunsch aussprach, erschien ihre geliebte Mutter funkelnd als gute Fee. Sie hatte einen langen, goldenen Zauberstab. Die gute Fee sprach zu Aschenputtel: „Du bist immer brav und ehrlich gewesen, mein Kind! So halte auch ich mein Versprechen. Ich werde immer bei dir sein und dich unterstützen, deine Wünsche zu erfüllen.“ So zauberte sie her, was Aschenputtel sich gewünscht hatte und die Vöglein halfen dabei. Eines Tages wollte der König ein Fest für seinen Sohn organisieren. Das Fest sollte drei ganze Tage dauern. Dafür waren alle jungen Frauen im ganzen Land eingeladen, damit der Prinz seine zukünftige Frau kennen lernen konnte. Als sie hörten, dass sie auch kommen konnten, waren die zwei Stiefschwestern voller Vorfreude. Sie riefen Aschenputtel und sagten: „Kämm uns die Haare, mach unser Schuhe sauber und leg unsere Kleider raus. Wir gehen zur Feier in das Schloss des Königs.“ Aschenputtel hörte, weinte aber, weil sie auch gern mitgegangen wäre. Sie bat die Stiefmutter, es ihr zu erlauben. „Aschenputtel,“ sprach die böse Stiefmutter, “ sieh dich nur an. Du bist voll Staub und Schmutz und willst zur Feier des Königs und des Prinzen gehen? Du hast keine Kleider und Schuhe, wie willst du da tanzen?“

Aschenputtel macht sauber bei Stiefmutter u. Schwestern

Als aber Aschenputtel immer weiter darum bat, zur Feier gehen zu dürfen, sprach die böse Stiefmutter endlich: „Da habe ich dir eine Schüssel Linsen in die Asche geschüttet. Wenn du die Linsen in zwei Stunden wieder heraus gesucht hast, darfst du mitgehen.“ Das Mädchen ging durch die Hintertür in den Garten und rief: „Ihr zahmen Täubchen, all ihr Vöglein unter dem Himmel, kommt und helft mir sortieren.

Die guten ins Töpfchen,
Die schlechten ins Kröpfchen.“
Da erschien ihr ganz hell und funkelnd ihre Mutter als gute Fee.

Gute Fee und Aschenputtel mit Eimer und Wischmob

Sie schwang kurz den Zauberstab und zwei weiße Täubchen kamen zum Küchenfenster herein. Danach flogen alle Vöglein aus der Umgebung in die Küche und landeten um die Asche. Die Täubchen nickten mit den Köpfchen und fingen an PICK, PICK, PICK. So fingen auch die übrigen an PICK, PICK, PICK und suchten alle guten Körnlein aus der Asche und legten sie in das Töpfchen. Kaum war eine Stunde herum, so waren sie schon fertig mit sortieren und flogen alle wieder aus der Küche raus. Aschenputtel freute sich und glaubte, sie dürfe nun mit auf die Feier gehen. So brachte sie das Töpfchen zur Stiefmutter. Aber sie sprach: „Nein, Aschenputtel, du hast keine Kleider und du kannst nicht tanzen: du wirst nur ausgelacht.“ Als sie weinte, sprach die böse Stiefmutter: „Wenn du es schaffst, mir zwei Schüsseln voll Linsen in einer Stunde aus der Asche zu sortieren, kannst du mitgehen“ und dachte sich dabei: „Das kann sie ja niemals schaffen.“ Als die Stiefmutter die zwei Schüsseln Linsen in die Asche geschüttet hatte, ging das Mädchen durch die Hintertür in den Garten und rief:

„Ihr zahmen Täubchen, all ihr Vöglein unter dem Himmel, kommt und helft mir lesen.
Die guten ins Töpfchen,
Die schlechten ins Kröpfchen.“

Da erschien ihr wieder die gute Fee und kurz darauf kamen ihre fliegenden Helfer. Zwei weiße Täubchen kamen zum Küchenfenster herein. Danach flogen alle Vöglein aus der Umgebung in die Küche und landeten um die Asche. Die Täubchen nickten mit den Köpfchen und fingen an PICK, PICK, PICK. So fingen auch die übrigen an PICK, PICK, PICK und suchten alle guten Körnlein aus der Asche heraus und legten sie in das Töpfchen. Ehe eine halbe Stunde vergangen war, waren sie schon fertig und flogen alle wieder aus der Küche raus. Aschenputtel freute sich und glaubte, sie dürfe nun mit auf die Feier gehen. So brachte sie das Töpfchen zur Stiefmutter. Aber sie sprach: „Es hilft dir alles nichts: du kommst nicht mit! Du hast keine Kleider und kannst nicht tanzen. Wir müssten uns für dich schämen.“ Darauf kehrte sie ihr den Rücken zu und ging mit ihren zwei Töchtern zur Feier. Als nun niemand mehr daheim war, ging Aschenputtel zur Kirche. Sie betrachtete den Haselnussbaum, den sie eingepflanzt hatte. Ein süßes kleines Vöglein saß darauf und schaute Aschenputtel neugierig an. In der Erinnerung, dass die Fee und die fliegenden Helfer ihre Wünsche erfüllten, rief sie:

„Bäumchen, rüttel dich und schüttel dich,
wirf Gold und Silber über mich.“

Da erschien wieder ihre liebe Mutter als gute Fee und verwandelte ihre alten Sachen in ein Kleid aus Gold und Silber. Außerdem bekam sie wunderschöne Schuhe aus glänzender Seide und Silber und eine tolle Kutsche, die sie zum Fest bringen sollte. So fuhr sie also zur Feier. Ihre Schwestern und die Stiefmutter erkannten Aschenputtel nicht und meinten, sie ist eine fremde Königstochter. Sie sah wunderschön in dem goldenen und silbernen Kleid aus. An Aschenputtel verschwendeten sie keinen Gedanken. Sie dachten, sie wäre zu Hause im Schmutz und sucht die Linsen aus der Asche. Der Prinz kam Aschenputtel entgegen, nahm sie an die Hand und tanzte mit ihr. Er wollte auch sonst mit niemanden tanzen, außer mit ihr. Als jemand anderer kam und die wunderschöne Aschenputtel zum Tanz aufforderte, sprach der Prinz: „Das ist meine Tanzpartnerin.“ So tanzten die beiden bis es Abend geworden war. Dann wollte Aschenputtel nach Hause gehen, der Königssohn aber sprach: „Ich gehe mit und begleite dich,“ denn er wollte sehen, wo das schöne Mädchen wohnte. Aschenputtel aber schämte sich. Sie wollte dem Prinzen nicht zeigen, wie sie lebte und dass sie jede Nacht in der Asche neben dem Ofen schlief. So entschloss sie sich wegzulaufen. Sie entwischte ihm.

Der Prinz mochte sie aber so gern, dass er ihr nachlief. Da versteckte sie sich zunächst im großen Taubenhaus. Nun wartete der Prinz bis der Vater von Aschenputtel kam und sagte ihm, das wundersame fremde Mädchen hätte sich im Taubenhaus versteckt. Der Vater dachte: „Ist das etwa meine kleine Aschenputtel?“ So holten sie Werkzeug, um das Taubenhaus zu öffnen. Als der Vater das Taubenhaus öffnen wollte, machten die Tauben lautstark klar, dass ihnen das nicht gefiel und schrien: „RUCK DI GUCK, RUCK DI GUCK“. Der Vater machte weiter und als er in das Taubenhaus sehen konnte, war niemand darin. Nur die vielen Tauben, die ihn mit verwunderten Blicken anschauten. Als alle vom Fest nach Hause gegangen waren, lag Aschenputtel in ihren schmutzigen Kleidern in der Asche neben dem Ofen. Aschenputtel hatte sich nicht wirklich im Taubenhaus versteckt, sondern dies nur vorgetäuscht. Sie sprang hinten am Taubenhaus runter, als es niemand sah und rannte zum Haselnussbäumchen an der Kirche. Dort legte sie ihr schönes Kleid ab und zog die glänzenden Schuhe aus.

Die vielen Vöglein hatten das Kleid und die Schuhe weggenommen und ihr die grauen Anziehsachen wiedergebracht. So legte sie sich in die Küche, als ob sie die gesamte Zeit zu Hause gewesen wäre. Am nächsten Tag, als das Fest von Neuem begann und die Eltern und Stiefschwestern bereits weggegangen waren, ging Aschenputtel wieder zu dem Haselnussbaum und sprach:

„Bäumchen, rüttel dich und schüttel dich,
wirf Gold und Silber über mich!“

Da zauberte die gute Fee ein noch viel schöneres Kleid als am Tag zuvor herbei. Als sie mit diesem Kleid auf dem Fest erschien, staunte jeder über ihre Schönheit. Der Prinz hatte gehofft, dass sie auch am zweiten Tag zum Fest kommt und schon in voller Vorfreude auf sie gewartet. Er nahm sie verliebt an die Hand und tanzte ganz allein mit ihr. Als jemand anderer kam und die wunderschöne Aschenputtel zum Tanz aufforderte, sprach der Prinz: „Das ist meine Tanzpartnerin.“ Als es nun Abend wurde, verließ Aschenputtel das Fest und der Königssohn folgte ihr unauffällig, um zu sehen, in welches Haus sie ging. Aschenputtel bemerkte, dass der Prinz ihr folgte und lief wie am Tag zuvor weg. Dieses Mal flüchtete sie in den Garten hinter dem Haus. Dort stand ein schöner großer Baum, an dem tolle Birnen hingen. Auf diesem Baum kletterte sie, geschickt wie ein Eichhörnchen, zwischen die Äste.

Es waren so viele Äste und Blätter, dass der Königssohn sie nicht sehen konnte. Er wartete bis der Vater kam und sprach zu ihm: „Das fremde und schöne Mädchen ist mir wieder entwischt. Ich glaube, sie ist auf den Birnenbaum geklettert.“ Der Vater dachte: „Ist das etwa meine kleine Aschenputtel?“ So holten sie eine Leiter und schauten nach. Es war niemand zu sehen. Wo war Aschenputtel nur hin? Als der Vater mit der Frau und den Stiefschwestern nach Hause kam, lag Aschenputtel neben dem Ofen. Alles war wie sonst auch. Wie an dem Tag zuvor, ist sie entkommen, ohne dass es jemand bemerkt hatte. Sie war auf der anderen Seite des großen Baumes herunter gesprungen, als den Baum gerade niemand beobachtet hatte. Danach hatte sie dem Vöglein auf dem Haselnussbäumchen die schönen Kleider wiedergebracht und ihre grauen Anziehsachen angezogen. Am dritten Tag, als die Eltern und Schwestern schon beim Fest waren, ging Aschenputtel wieder zum Bäumchen und sprach:

„Bäumchen, rüttel dich und schüttel dich,
wirf Gold und Silber über mich!“

Nun zauberte die Fee ein Kleid her, das war so schön und glänzend, wie sie bisher noch keins gehabt hatte. Die Schuhe waren strahlend und so edel, wie sonst keine Schuhe, die sie jemals gesehen hatte. Zusätzlich erschien ein goldener Wagen mit weißem Pferd, der sie zum Fest bringen würde.

Fee mit Aschenputtel, weißen Schuh, goldene Kutsche

Als sie in dem Kleid zu dem Fest kam, wussten sie alle nicht, was sie vor Verwunderung sagen sollten. Der Prinz tanzte ganz allein mit ihr und als jemand anderer kam und die wunderschöne Aschenputtel zum Tanz aufforderte, sprach er: „Das ist meine Tanzpartnerin.“

Prinz und Aschenputtel tanzen

Nun wurde es wieder Abend und Aschenputtel wollte nach Hause. Wie bereits zuvor, wollte der Prinz sie begleiten. Es änderte sich jedoch nichts. Aschenputtel schämte sich noch immer, ohne Bettchen neben dem Ofen in der Asche schlafen zu müssen. Daher wollte sie dem Königssohn nicht zeigen, wo und wie sie wohnte. Sie entwischte dem Prinzen zum dritten Mal. Der Königssohn hatte aber einen Trick angewendet und die ganze Treppe mit klebrigem Teer bestreichen lassen. Als Aschenputtel über die Treppe weglief, blieb der linke Schuh des Mädchens kleben.

Aschenputtel verliert weißen Schuh auf Treppe

Der Königssohn hob ihn auf, er war sehr klein und glänzend weiß. Der Prinz beschloss: „Keine andere soll meine Frau werden als die, an deren Fuß dieser Schuh passt.“ Als die beiden Stiefschwestern diese Nachricht hörten, freuten sie sich, denn sie hatten schöne Füße. Der Prinz ritt mit seinen Freunden und Helfern durch das gesamte Königreich. Sie klopften an jede Tür und ließen jede junge Frau den schönen Schuh anprobieren. Der Schuh jedoch war so klein und so schmal, dass bisher kein Fuß hinein gepasst hatte. So kam der Prinz irgendwann an das Haus von Aschenputtel. Die merkte aber nicht, dass der Prinz da war und machte in der Küche ihre Arbeit. Während dessen wollte die ältere Stiefschwester den Schuh anprobieren, ihr Zeh war jedoch viel zu dick. Sie versuchte den Fuß in den zu kleinen Schuh zu drücken und zu pressen. Es klappte nicht. Da kam ihr die Mutter zu Hilfe. Die wollte unbedingt, dass ihre Tochter die Frau des Prinzen wird. Dann könnte sie nämlich auch mit im schönen Schloss wohnen. Sie quetschte und schob den Fuß weiter in den Schuh, bis er vollständig hineingedrückt war. Der Tochter tat der enge Schuh furchtbar weh. Trotzdem bestand die Mutter darauf, dass sie raus zum Prinzen ging. Das tat sie, wenn auch unter starken Schmerzen. Er nahm sie auf sein Pferd und ritt mit ihr in Richtung Schloss. Sie mussten aber an der Kirche vorbei, wo zwei Täubchen auf dem Haselnussbäumchen saßen und riefen:

„RUCK DI GUCK, RUCK DI GUCK,
Der Schuh ist zu klein,
die rechte Braut sitzt noch daheim.“

Da blickte der Prinz auf ihren Fuß und sah, wie er schon ganz dick wurde und sich blau verfärbte, weil der Schuh viel zu eng war. Er ritt zurück und brachte die falsche Braut wieder nach Hause. Er sagte, das wäre nicht die richtige und die andere Schwester soll den Schuh anziehen. Da ging diese mit der Mutter in ein Zimmer, um den Schuh anzuprobieren. Bei der zweiten Schwester passten die Zehen glücklicherweise in den Schuh, aber der Fuß war zu lang. Da drückte und quetschte die Mutter so lange den Fuß, bis er im Schuh war. Die Zehen waren nun im Schuh ganz abgeknickt und taten der Schwester furchtbar weh. Auch sie musste raus zum Prinzen gehen. Die Mutter bestand darauf. Da nahm er sie auf sein Pferd und ritt mit ihr fort. Als sie an dem Haselnussbäumchen vorbeikamen, saßen die zwei Täubchen darauf und riefen:

„RUCK DI GUCK, RUCK DI GUCK,
Der Schuh ist zu klein,
die rechte Braut sitzt noch daheim.“

Er blickte auf ihren Fuß und sah, wie dick dieser geworden war. Da ritt er erneut zurück und brachte die falsche Braut wieder nach Hause.
„Das ist auch nicht die richtige,“ sprach er, „habt ihr noch eine andere Tochter?“ – „Nein,“ sagte der Mann, „nur von meiner verstorbenen Frau ist noch das schmutzige Aschenputtel da. Das kann unmöglich die Braut sein.“ Der Königssohn sprach, dass er sie trotzdem sehen möchte. Die Mutter aber antwortete: „Ach nein, sie ist viel zu schmutzig. Sie darf sich nicht sehen lassen.“ Der Prinz jedoch bestand darauf, dass Aschenputtel gerufen wird. Da wusch sie sich ihre Hände und ihr Gsicht und ging zum Königssohn. Als der Prinz ihr Gesicht sah, schlug sein Herz schneller. Er erkannte sie, auch ohne ihr schönes Kleid. Um sicher zu gehen, setzte sie sich und zog die schweren Holzschuhe aus. Ein Helfer des Prinzen zog ihr den prächtigen Schuh über den Fuß und er passte wie angegossen.

Aschenputtel probiert Schuh an

Da rief der Prinz: „Das ist die echte Braut.“ Die Stiefmutter und die beiden Schwestern erschraken und wurden ganz blass vor Ärger. Er nahm Aschenputtel auf sein Pferd und ritt mit ihr fort. Als sie an dem Haselbäumchen vorbeikamen, riefen die zwei weißen Täubchen:

„RUCK DI GUCK, RUCK DI GUCK,
Der Schuh ist nicht zu klein,
die rechte Braut, die führt er heim.“

Als die Hochzeit von Aschenputtel und dem Königssohn stattfand, kamen auch die falschen Schwestern und die Stiefmutter zum Fest. Diese wollten sich mit Aschenputtel anfreunden, um auch etwas von ihrem Glück abzubekommen. So waren sie plötzlich ganz freundlich zu ihr und taten so, als ob sie sich schon immer gut verstanden. Die gute Fee jedoch durchschaute den gemeinen Plan der Schwestern und der Stiefmutter. Sie zauberte erneut, so wie sie Aschenputtel die schönsten Kleider hergebracht hatte. Nur anders herum. Sie verwandelte die schicken Kleider der Stiefschwestern und der Stiefmutter in graue, alte Anziehsachen. Die drei wurden ganz rot im Gesicht. Es war ihnen peinlich, in den kaputten und alten Anziehsachen auf der eleganten Hochzeit zu sein. Die Gäste schauten sie an und lachten. So liefen sie schnell fort. Auch noch Jahre später erinnerten sich die Leute an die bösen Schwestern und die grausame Stiefmutter. Die Menschen erkannten sie und wollten nichts mit ihnen zu tun haben. So waren sie ihr Leben lang dafür bestraft, dass sie zu Aschenputtel so böse und gemein waren.

Aschenputtel jedoch wurde weiterhin von der guten Fee und den fliegenden Helfern begleitet und beschützt. Sie war jedoch so glücklich mit dem Prinzen an ihrer Seite, dass sie sich nichts mehr darüber hinaus von der Fee wünschen brauchte.

Aschenputtel Ende - Prinz und Aschenputtel verliebt

So lebte sie glücklich und in großer Liebe mit dem Prinzen im Königreich.

Autor: Sebastian Bujak
Bildquellen: Shutterstock / Mustafa Kocabas

Lesen Sie ein Kurz-Märchen (5 min)

Informationen für wissenschaftliche Analysen


Statistiken zum Märchen
Wert
Lesbarkeitsindex nach Amstad78.9
Lesbarkeitsindex nach Björnsson32.7
Flesch-Reading-Ease Index66.2
Flesch–Kincaid Grade-Level7.3
Gunning Fog Index7.3
Coleman–Liau Index12
SMOG Index9.6
Automated Readability Index8.2
Zeichen-Anzahl19.280
Anzahl der Buchstaben15.418
Anzahl der Sätze242
Wortanzahl3.145
Durchschnittliche Wörter pro Satz13,00
Wörter mit mehr als 6 Buchstaben621
Prozentualer Anteil von langen Wörtern19.7%
Silben gesamt4.738
Durchschnittliche Silben pro Wort1,51
Wörter mit drei Silben302
Prozentualer Anteil von Wörtern mit drei Silben9.6%
Fragen, Anmerkungen oder Erfahrungsberichte?

Datenschutzerklärung.

Die besten Märchen

Copyright © 2022 - Alle Rechte vorbehalten | Impressum | DatenschutzPowered by childstories.org

Keine Internetverbindung


Sie sind nicht mit dem Internet verbunden. Bitte überprüfen Sie Ihre Netzwerkverbindung.


Versuchen Sie Folgendes:


  • 1. Prüfen Sie Ihr Netzwerkkabel, ihren Router oder Ihr Smartphone

  • 2. Aktivieren Sie ihre Mobile Daten -oder WLAN-Verbindung erneut

  • 3. Prüfen Sie das Signal an Ihrem Standort

  • 4. Führen Sie eine Netzwerkdiagnose durch