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Dornröschen
Dornröschen Märchen

Dornröschen für Kleinkinder (ab 3 Jahre)

Vorlesezeit für Kinder: 12 min

Vor langer, langer Zeit gab es einmal eine Königin und ein König. Die sprachen jeden Tag: „Ach, wenn wir doch ein Kind hätten, wäre das schön!“ Jedoch bekamen und bekamen sie keins. Doch eines Tages, als die Königin einmal am See baden war, kroch ein Frosch aus dem Wasser an’s Land und sprach zu ihr: „Dein Wunsch wird erfüllt werden! Ehe ein Jahr vergeht, wirst du eine Tochter bekommen.“ Was der Frosch gesagt hatte, das geschah auch genau ein Jahr später. Die Königin bekam ein Mädchen, was so schön war, dass der König vor Freude ein großes Fest veranstaltete.

Dornröschen König und Königin mit Baby

Der König lud nicht nur seine Verwandten, Freunde und Bekannten ein, sondern auch die schlauen Frauen mit ihren Wunderkräften, die auch Elfen genannt werden. So wollte er sicherstellen, dass die Frauen seiner Tochter Glück, Gesundheit und alles Gute bringen. Es dauerte eine ganze Zeit, bis das Fest organisiert war und alle von weit her mit ihren Pferden und Kutschen im Schloss eintrafen. Während dessen wurde die kleine Tochter der Königin und des Königs immer schöner und niedlicher. Ihr zunächst schwarzes Haar wurde immer goldiger, bis es ganz blond war. Nach und nach trafen alle im Königreich ein. So wurde das Fest mit aller Pracht gefeiert. Die Verwandten, Freunde und Bekannten waren glücklich und freuten sich mit der Königsfamilie über das kleine Mädchen.

Dornröschen in Wiege mit König, Königin, Elfen, 2 Männeren

Es waren alle gekommen, die eingeladen waren. Auch die zwölf schlauen Frauen mit ihren Wunderkräften. Nur gab es eigentlich dreizehn im gesamten Reich. Da es aber nur zwölf goldene Teller im Schloss gab, von welchen sie essen sollten, musste eine von ihnen zu Hause bleiben. Am Ende der Feier beschenkten die Elfen das Kind mit ihren Wundergaben: die eine schenkte ihr Klugheit, die andere Schönheit, die dritte viel Geld So wurde die kleine Königstochter mit allem beschenkt, was man sich auf der Welt nur wünschen kann. Als die vorletzte Elfe ihren Wunsch soeben ausgesprochen hatte, trat plötzlich die dreizehnte herein. Sie wollte sich dafür rächen, dass sie nicht eingeladen war. Ohne jemanden zu grüßen oder nur anzusehen, rief sie mit lauter Stimme: „Die Königstochter soll sich in ihrem achtzehnten Jahr an einer Nadel stechen und ewig schlafen.“

Dornröschen König und Königin mit guten und mit böser Fee

Ohne ein weiteres Wort zu sprechen, drehte sich die böse Elfe um und verließ den Saal. Alle waren erschrocken. Da trat die zwölfte und letzte Elfe hervor, die ihren Wunsch noch übrig hatte. Da sie den bösen Spruch nicht aufheben, sondern ihn nur leicht mildern konnte, sagte sie: „Mit ewig soll ein hundertjähriger tiefer Schlaf gemeint sein, in welchen die Königstochter fällt.“ Der König wollte sein liebes Kind vor dem Unglück bewahren. Also gab er den Befehl aus, alle Nadeln im ganzen Königreich kaputt zu machen. Als das Mädchen älter wurde, erkannte jedermann, dass sämtliche Gaben der weisen Frauen erfüllt wurden. Denn das Mädchen war klug, wunderschön, ehrlich, verlässlich und freundlich, weswegen sie sehr beliebt war.

Es geschah, dass an dem Tag, wo sie gerade achtzehn Jahre alt geworden war, der König und die Königin nicht zu Haus waren. So war die nun erwachsene, junge Frau ganz allein im Schloss. Da unternahm sie einen Spaziergang durch das riesige Schloss und schaute sich die Zimmer und Kammern an. Sie schaute sich an, worauf sie Lust hatte und kam so zu einem alten Turm. Sie stieg die enge Treppe hinauf und gelangte zu einer kleinen Tür. In dem Schloss steckte ein verrosteter Schlüssel und als sie ihn umdrehte, sprang die Türe auf. In dem kleinen Stübchen saß eine alte Frau mit Nadel und Faden und nähte fleißig. „Guten Tag, du nettes Mütterchen,“ sprach die Königstochter, „was machst du da?“ – „Ich nähe,“ antwortete die alte Frau und nickte mit dem Kopf. Die Königstochter wollte auch einmal versuchen zu nähen. Kaum hatte sie aber die Nadel angerührt, so ging der Zauberspruch in Erfüllung und sie stach sich damit in den Finger.

Dornröschen Spindel sticht sich an Stricknadel

In dem Augenblick, als sie sich stach, wurde sie müde. So ging sie die Treppe aus dem Turm hinab zurück in ihr Zimmer und legte sich in ihr Bett und schlief ein. Als die Königin und der König zurück in das Schloss kamen, versuchten sie ihre Tochter aufzuwecken. Es half nichts, der schreckliche Zauber ließ sie nicht wieder wach werden. Dieser tiefe Schlaf verbreitete sich über das gesamte Schloss. Sogar der Königin und dem König, die im Zimmer ihrer Tochter standen, fielen die Augen zu.

Dornröschen + König und Königin schlafen

Der König kämpfte noch dagegen an einzuschlafen, doch als er sich kurz auf seinen Thron setzte, weil er vor Müdigkeit nicht mehr stehen konnte, schlief auch er ein. Mit ihm schliefen auch alle seine Angestellten und alle anderen Menschen im gesamten Schloss ein. Sogar die Pferde im Stall, die Hunde im Hof, die Tauben auf dem Dach und die Fliegen an der Wand fingen an zu schlafen. Obendrein hörte das Feuer auf zu flackern, was auf dem Herd brannte. Der Braten hörte auf zu brutzeln. Der Wind legte sich, so dass sich auf den Bäumen vor dem Schloss kein Blättchen mehr bewegte. Jedoch begann rings um das Schloss herum eine Dornenhecke zu wachsen, die jedes Jahr höher und höher wurde. So wurde das gesamte Schloss umschlungen. Die Dornenhecke wuchs die Schlosstürme hinauf, überdeckte Fenster und blockierte Türen, weswegen keiner mehr in das Schloss und keiner mehr hinaus kommen konnte.

Mit der Zeit verbreitete sich eine Geschichte über eine schöne und kluge, schlafende Dornröschen im gesamten Land. So wurde die Tochter des Königs genannt. Von Zeit zu Zeit kamen mutige Ritter, abenteuerlustige Helden und schöne Prinzen zum Schloss, welches noch immer von der Dornenhecke umschlungen war. Sie versuchten sich durch die Hecke Zutritt zum Schloss zu verschaffen, was ihnen aber allesamt nicht gelang. Die Dornen in der Hecke hielten die Eindringlinge ab. Es kam einigen Rittern so vor, als ob die Hecke Hände hätte, die jeden festhielten, der in das Schloss gelangen wollten. Viele der tapferen Männer stachen und kratzten sich an den spitzen Dornen. So betrat über viele Jahre kein Mensch das verwunschene Schloss. Nach langer Zeit kam wieder einmal ein Prinz in das Land und hörte, wie ein alter Mann von einem Schloss erzählte, was mit einer Dornenhecke vor Fremden geschützt war.

Der alte Mann erzählte weiter, dass darin eine wunderschöne und kluge Königstochter mit dem Namen Dornröschen seit bereits einhundert Jahren schliefe. Mit ihr die Königin und der König sowie alle Menschen und Tiere im gesamten Schloss. Der alte Mann wusste auch von seinem Großvater, dass schon viele mutige und waghalsige Leute gekommen waren und versucht hätten, durch die Dornenhecke zu dringen. Doch viele verletzten sich und niemand schaffte es in das Schloss. Da sprach der junge Prinz: „Ich fürchte mich nicht, ich will hinaus und die schöne Dornröschen sehen.“ Der gute, alte Mann sagte ihm, er solle es lieber nicht versuchen, aber der Prinz hörte nicht auf seine Worte. So holte er sein Pferd, sprang auf und ritt geradewegs zum Schloss.

Dornröschen Dornenbusch Prinz auf Pferd vor verwachsenen Schloss

Als der Prinz sich der Dornenhecke näherte, waren dort viele große und schöne Blumen, die wunderbar dufteten. Es waren gerade einhundert Jahre vergangen, als Dornröschen einschlief und der Tag, an dem sie wieder erwachen sollte, war nun gekommen. Die Blumen an der Hecke taten sich von selbst auseinander und ließen den Prinzen unbeschadet hindurch. Hinter ihm tat sie sich wieder als Hecke zusammen. Im Schlosshof sah er die Pferde und Hunde schlafend herumliegen. Auf dem Dach saßen die Tauben und hatten ihre Köpfchen unter die Flügel gesteckt. Als er in das Haus kam, schliefen sogar die Fliegen an der Wand. Da ging er weiter und sah im großen Saal die Wachen, den Haushund und an jeder Ecke weitere Leute schlafen. Auf dem Thron saß der König mit geschlossenen Augen und seiner goldenen Krone.

Dornröschen Prinz entdeckt alle schlafen inklusive Hund

Alles war so still, dass der neugierige Prinz seinen eigenen Atem hören konnte. Da ging er weiter durch die Zimmer und Säle des Schlosses. Er öffnete die großen Türen der Zimmer und sah endlich in einem Dornröschen schlafen. Da lag sie und war so schön, dass er die Augen nicht von ihr abwenden konnte.

Prinz an Bett der schlafenden Dornröschen

Er bückte sich und gab ihr einen Kuss. Als er sie geküsst hatte, schlug Dornröschen die Augen auf, erwachte und blickte ihn ganz freundlich an. Da gingen sie zusammen durch das Schloss. Die Königin und der König erwachten und mit ihnen alle Leute im gesamten Schloss. Sie sahen einander verwundert mit großen Augen an. Die Pferde im Hof standen auf und rüttelten sich. Die Hunde sprangen auf und wedelten mit ihrem Schwanz. Die Tauben auf dem Dach zogen das Köpfchen unter ihrem Flügel hervor, sahen und flogen umher. Auch die Fliegen an den Wänden krochen weiter. Das Feuer in der Küche erhob sich wieder und flackerte. Der Braten fing wieder an zu brutzeln. Alles ging genau so weiter, wie es vor einhundert Jahren aufgehört hatte. Nur für Dornröschen änderte sich so manches. Sie verliebte sich in ihren Prinzen, der sie aus dem Zauber der bösen Elfe befreit hatte. Nachdem einige Zeit vergangen war, wurde die Hochzeit von Dornröschen und dem Prinzen mit aller Pracht gefeiert.

Dornröschen Hochzeitstanz

Die beiden lebten noch lange glücklich und zufrieden.

Autor: Sebastian Bujak
Bildquellen: Shutterstock / Mustafa Kocabas

Lesen Sie ein Kurz-Märchen (5 min)

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Statistiken zum Märchen
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Gunning Fog Index8.9
Coleman–Liau Index12
SMOG Index10.7
Automated Readability Index9.4
Zeichen-Anzahl9.331
Anzahl der Buchstaben7.513
Anzahl der Sätze103
Wortanzahl1.501
Durchschnittliche Wörter pro Satz14,57
Wörter mit mehr als 6 Buchstaben349
Prozentualer Anteil von langen Wörtern23.3%
Silben gesamt2.327
Durchschnittliche Silben pro Wort1,55
Wörter mit drei Silben176
Prozentualer Anteil von Wörtern mit drei Silben11.7%
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