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Rapunzel
Rapunzel Märchen

Rapunzel für Kleinkinder (ab 3 Jahre)

Vorlesezeit für Kinder: 15 min

Es waren einmal ein Mann und eine Frau, die sich schon sehr lange ein Kind wünschten. Nach einer gewissen Zeit machte sich die Frau Hoffnung, dass sich Ihr Wunsch erfüllen könnte. Sie wohnten in einem kleinen Haus, aus dem man in einen sehr schönen Garten sehen konnte. Der Garten stand voll mit den schönsten Blumen und Kräutern und war von einer hohen Mauer umgeben. Niemand traute sich je hineinzugehen, weil es einer bösen Zauberin gehörte. Die Zauberin hatte große Macht und wurde von aller Welt gefürchtet. Eines Tages stand die Frau vor ihrem Haus und sah einen großen Baum mit vielen roten, leckeren Äpfeln.

Garten der Zauberin

Als sie über die Mauer in den Garten der Zauberin sah, erblickte sie ein Beet, das außerdem mit leckeren Salatblättern bepflanzt war. Der Salat mit dem Namen Rapunzel sah köstlich aus. So köstlich, dass die Frau großen Hunger bekam, als sie die frischen und grünen Blätter sah. Jeden Tag wurde ihr Hunger größer und größer. Sie wusste jedoch, dass Sie keine Rapunzeln bekommen konnte, da sie sich wegen der Zauberin nicht in den Garten traute. Die Frau sah blass und krank aus. Da erschrak der Mann und fragte: „Was fehlt dir, liebe Frau?“ – „Ach,“ antwortete die Frau „wenn ich keine Rapunzeln aus dem Garten hinter unserem Hause zu essen bekomme, werde ich krank.“ Der Mann, der die Frau sehr lieb hatte, dachte sich: „Bevor meine Frau krank wird, hole ich lieber die Rapunzeln. Auch wenn der Garten der mächtigen Zauberin gehört.“ Am Abend, als die Sonne unterging, stieg er über die Mauer in den Garten der Zauberin. Dort pflückte der Mann sehr schnell einige Rapunzeln und brachte sie seiner Frau. Sie machte sich sofort ein leckeres Essen daraus und aß es ganz allein auf.

Der Frau hatte es so gut geschmeckt, dass sie den nächsten Tag noch viel mehr Hunger auf Rapunzeln hatte. Daher musste der Mann noch einmal in den Garten gehen. Er machte sich also am Abend wieder auf den Weg. Als er aber über die Mauer geklettert war, erschrak er sich, denn er sah die Zauberin vor sich stehen. „Wie kannst du es wagen,“ sprach die Zauberin mit bösem Blick und sagte weiter, „in meinen Garten zu kommen und mir wie ein Dieb meine Rapunzeln zu stehlen? Das soll dir schlecht bekommen.“ Der Mann antwortete mit unsicherer Stimme: „Bitte sei nicht so streng mit mir, denn ich habe mich nur aus der Not dazu entschlossen. Meine Frau hat deine Rapunzeln gesehen. Sie hatte einen so großen Hunger, dass sie krank werden würde, wenn sie nichts davon zu essen bekommen hätte.“

Zauberin im Garten Rapunzel

Da wurde die Zauberin plötzlich freundlicher und sprach zu dem Mann: „Wenn es so ist, wie du sagst, dann erlaube ich es dir Rapunzeln mitzunehmen.“ Die Zauberin sprach weiter und sagte: „Lieber Mann, du darfst sogar so viele Rapunzeln mitnehmen, wie du möchtest. Ich habe dafür nur eine Bedingung: Du musst mir das Kind geben, das deine Frau bekommen wird.“ Die Zauberin versprach dem Mann, dass es dem Kind bei ihr gut gehen werde. Da der Mann sehr große Angst vor der Zauberin hatte, sagte er ihr in seiner Furcht alles zu. Als das kleine Kind dann geboren war, erschien die Zauberin. Sie gab dem kleinen Baby den Namen Rapunzel und nahm es mit.

Zauberin mit Kind

Rapunzel war das schönste Mädchen auf der ganzen Welt. Als sie zwölf Jahre alt war, wurde sie von der Zauberin mitten im Wald in einen Turm eingesperrt. Ohne Treppe und ohne Eingangstür, ragte der Turm in den Himmel und war höher als alle Bäume in der Nähe. Die einzige Öffnung war ein kleines Fenster ganz weit oben. Wenn die Zauberin hinein wollte, so stellte sie sich vor den Turm und rief:

„Rapunzel, Rapunzel,
Lass mir dein Haar herunter.“

Rapunzel’s Haare hatten die gleiche Farbe wie Gold und waren glatter und schöner als alle anderen Haare, die jemals gesehen wurden. Ihr Zopf war so lang, wie ein ganzes Haus und drei Pferde zusammen. Wenn sich Rapunzel die Haare kämmte, fing sie damit direkt nach dem Frühstück an und war erst zum Mittagessen fertig. Wenn sie die Stimme der Zauberin hörte, band sie ihren langen Zopf los. Danach ließ Rapunzel ihr Haar herunter fallen, welches vom Fenster den gesamten Turm entlang bis auf den Boden reichte. Die Zauberin konnte dann an Rapunzels Haaren den Turm hochklettern. Nach vielen langen Jahren ritt jedoch eines Tages ein Prinz durch den Wald und hielt an, weil er eine liebliche Stimme singen hörte.

Prinz Gesang Rapunzel

Der Gesang klang so schön, dass der Prinz aufmerksam zuhörte. Er hörte Rapunzel, die sich in ihrer Einsamkeit die Zeit vertrieb. Die süße Stimme von Rapunzel machte den mutigen Königssohn neugierig. Also wollte er in den Turm gelangen und suchte nach einem Eingang. Er suchte und suchte, fand jedoch keine Tür, keine Leiter oder Treppe, um den Turm hochklettern zu können. Der Prinz sah keine Möglichkeit und der Tag war schon fast vorbei, daher entschloss er sich erst einmal nach Hause zu reiten. Den Gesang von Rapunzel hatte der Prinz auch noch im Kopf, als er schon längst im Schloss war. So entschied er sich Tag für Tag zum Turm zu reiten, um den Gesang von Rapunzel zu hören. Als er einmal hinter einem Baum stand, sah er, dass eine Zauberin kam und hörte, wie sie rief:

„Rapunzel, Rapunzel,
Lass dein Haar herunter.“

Da ließ Rapunzel ihre Haare herab und die Zauberin kletterte daran hoch.

Zauberin Rapunzel Haare

Der Königssohn fragte sich: „Ist das die einzige Möglichkeit, wie man den Turm betreten kann?“ Er grübelte und sagte danach zu sich: „Wenn es nur so funktioniert, dann will ich auch einmal mein Glück versuchen.“ Am folgenden Tag, als es anfing dunkel zu werden, ging er zu dem Turm und rief:

„Rapunzel, Rapunzel,
Lass dein Haar herunter.“

Es funktionierte. Die Haare fielen herab und der Königssohn kletterte den Turm hinauf.

Prinz Rapunzel Haare

Als Rapunzel den Prinzen sah, wunderte sie sich gewaltig. So einen Mann hatte sie noch nie gesehen, da sie bisher nur Besuch von der Zauberin bekam. Der Prinz fing ganz freundlich an mit ihr zu reden und erzählte, dass er von ihrem Gesang zum Turm geführt wurde. Er sagte zu Rapunzel, dass ihre Stimme so schön war, dass es ihm keine Ruhe gelassen hatte und er sie unbedingt kennenlernen wollte. Da freute sich Rapunzel. Der Königssohn verliebte sich auf der Stelle in Rapunzel und fragte sie, ob sie ihn heiraten möchte. Rapunzel dachte, der Mann ist jung und hübsch und dazu auch noch viel lieber als die Zauberin. Sie legte daraufhin ihre Hand in die des Prinzen und sagte: „Ja, ich möchte dich heiraten und mit dir auf deinem Pferd wegreiten. Ich weiß aber nicht, wie ich den Turm verlassen kann.“ Rapunzel dachte nach und hatte schließlich eine Idee. Sie sagte zum Königssohn: „Jedes Mal, wenn du herkommst, bringst du ein Stück Stoff mit. Damit kann ich eine Leiter bauen und wenn diese fertig ist, können wir zusammen aus dem Turm klettern.“

Die beiden verabredeten, dass der Prinz jeden Abend zu ihr kommen soll, bis die Leiter fertig ist. Tagsüber konnten sie sich nicht treffen, da dann stets die böse Zauberin zum Turm kam. Die Zauberin merkte viele Tage lang nichts von dem Plan und wusste nichts vom Königssohn. Eines Tages sagte Rapunzel jedoch unüberlegt zur Zauberin: „Ach liebe Zauberin, du bist so langsam. Der junge Königssohn ist viel schneller als du.“ Die Zauberin war erschrocken über Rapunzel und sagte: „Ich dachte, ich hätte es geschaft, dich von der restlichen Welt fern zu halten. Rapunzel, du hast mich belogen!“ Die Zauberin war so wütend, dass Sie sich die schönen Haare von Rapunzel griff – schnipp, schnapp – ritsch, ratsch – und die Haare waren ab. Die schönen, langen, glänzenden und goldfarbenen Haare lagen nun auf den Boden. Aber noch nicht genug. Die Zauberin war immer noch so wütend, dass sie die arme Rapunzel weit, weit weg zu einer dunklen Höhle mitten in einen großen und dichten Wald brachte. Eigentlich machte die Zauberin das nur, um sie vor der großen Welt zu beschützen. Rapunzel wollte das aber nicht und war traurig. Sie dachte, dass sie ihren geliebten Königssohn nie wieder sehen würde und weinte.

Rapunzel im Turm

Später am Abend hörte die Zauberin, als sie zurück im Turm war:

„Rapunzel, Rapunzel,
Lass dein Haar herunter.“

Die Zauberin machte die abgeschnittenen Haare von Rapunzel am Haken des Fensters fest und ließ sie zum Boden hinab. Der Königssohn kletterte hoch und freute sich, Rapunzel wieder zu sehen. Oben im Turm angekommen, sah der Königssohn zu seiner Überraschung nicht seine geliebte Rapunzel, sondern die Zauberin. Die sah den Prinzen mit bösen und giftigen Blicken an und sagte: „Du bist es also, der meine Rapunzel holen will. Das wird dir nie gelingen, da ich sie vor dir beschützen werde. Für dich ist Rapunzel verloren, du wirst sie nie wieder sehen.“ Die böse Zauberin holte ihren Zauberstab, drehte ihn in der Luft und wiederholte laut und deutlich: „Für dich ist Rapunzel verloren, du wirst sie nie wieder sehen.“ Und fügte hinzu: „So soll es sein, ab jetzt und für immer bis in alle Ewigkeit! Daraufhin richtete sie den Zauberstab auf den vor Angst erstarrten Prinzen.

Ein heller Blitz erschien und der Zauber war geschehen. Der Prinz konnte nichts mehr sehen, stolperte und fiel aus dem Fenster den Turm herab: Er hatte Glück, er überstand den Sturz aus großer Höhe, weil er in einem Busch landete.

Die Äste federten den Sturz ab. Er irrte nun ganz allein und blind durch den Wald und aß nichts weiter als Wurzeln und Beeren und vermisste seine liebe Rapunzel. Er vermisste ihre besondere Stimme und ihr goldenes Haar und war daher sehr unglücklich. So irrte er einige Jahre durch den Wald, weinte und dachte immer an seine Rapunzel. Eines Tages kam er an eine Höhle. Dort hörte er wieder diese besondere Stimme, die er seit Jahren nicht mehr gehört hatte. „Das muss Rapunzel sein!“, dachte er sich. Er kam näher, so dass Rapunzel ihren Prinzen erkannte. Sie beide freuten sich so sehr und drückten sich fest aneinander und weinten vor Freude. Plötzlich geschah etwas Wundersames: Zwei der Tränen von Rapunzel berührten die Augen des Prinzen. Und siehe da: Seine Augen wurden wieder klar.

Der böse Zauber war besiegt und der Königssohn konnte wieder sehen, so dass sie sich endlich wieder verliebt in ihre Augen blicken konnten. Auch die Haare von Rapunzel, die von der bösen Zauberin abgeschnitten wurden, waren schon wieder nachgewachsen. Aber was war das? Voller Freude sah der Königssohn die zwei hübschen kleinen Kinder von Rapunzel. Es waren Zwillinge. Ein Junge und ein Mädchen. Was für ein Glück! Gemeinsam machten sich alle auf den Weg in das prächtige Königreich und kamen noch einmal an dem Turm vorbei, indem Rapunzel für eine sehr lange Zeit eingesperrt war. Was gruselte sie sich bei dem Gedanken an diese einsame Zeit! Gleichzeitig war sie überglücklich, dass der Prinz sie gerettet hatte.

Prinz und Rapunzel Ende

Schnell liefen alle zusammen weiter. Schließlich kamen sie gesund und glücklich im Königreich an, wo der Prinz, Rapunzel und die Zwillinge mit Freude empfangen wurden. Sie alle lebten noch lange glücklich und zufrieden.

Autor: Sebastian Bujak
Bildquellen: Shutterstock / Mustafa Kocabas

Lesen Sie ein Kurz-Märchen (5 min)

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Coleman–Liau Index12
SMOG Index11
Automated Readability Index8.3
Zeichen-Anzahl11.133
Anzahl der Buchstaben8.859
Anzahl der Sätze131
Wortanzahl1.835
Durchschnittliche Wörter pro Satz14,01
Wörter mit mehr als 6 Buchstaben368
Prozentualer Anteil von langen Wörtern20.1%
Silben gesamt2.800
Durchschnittliche Silben pro Wort1,53
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