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Allerleirauh
Allerleirauh Märchen

Allerleirauh - Märchen der Gebrüder Grimm

Vorlesezeit für Kinder: 16 min

Es war einmal ein König, der hatte eine Frau mit goldenen Haaren, und sie war so schön, dass sich ihresgleichen nicht mehr auf Erden fand. Es geschah, dass sie krank lag, und als fühlte sie bald, dass sie sterben würde, rief sie den König und sprach: „Wenn du nach meinem Tode dich wieder vermählen willst, so nimm keine, die nicht ebenso schön ist, als ich bin, und die nicht solche Haare hat, wie ich habe; das musst du mir versprechen!“ Nachdem es ihr der König versprochen hatte, tat sie die Augen zu und starb.

Der König war lange Zeit nicht zu trösten und dachte nicht daran, eine zweite Frau zu nehmen. Endlich sprachen seine Räte: „Es geht nicht anders, der König muss sich wieder vermählen, damit wir eine Königin haben.“ Nun wurden Boten weit und breit herumgeschickt, um eine Braut zu suchen, die an Schönheit der verstorbenen Königin ganz gleichkäme. Es war aber keine in der ganzen Welt zu finden, und wenn man sie auch gefunden hätte, so war doch keine da, die solche goldene Haare gehabt hätte. Also kamen die Boten unverrichteter Sache wieder heim.

Nun hatte der König eine Tochter, die war geradeso schön wie ihre verstorbene Mutter und hatte auch solche goldene Haare. Als sie herangewachsen war, sah sie der König einmal an und sah, dass sie in allem seiner verstorbenen Gemahlin ähnlich war, und fühlte plötzlich eine heftige Liebe zu ihr. Da sprach er zu seinen Räten: „Ich will meine Tochter heiraten, denn sie ist das Ebenbild meiner verstorbenen Frau, und sonst kann ich doch keine Braut finden, die ihr gleicht.“ Als die Räte das hörten, erschraken sie und sprachen: „Gott hat verboten, dass der Vater seine Tochter heirate, aus der Sünde kann nichts Gutes entspringen, und das Reich wird mit ins Verderben gezogen.“ Die Tochter erschrak noch mehr, als sie den Entschluss ihres Vaters vernahm, hoffte aber, ihn von seinem Vorhaben noch abzubringen.

Da sagte sie zu ihm: „Eh ich Euren Wunsch erfülle, muss ich erst drei Kleider haben: eins so golden wie die Sonne, eins so silbern wie der Mond und eins so glänzend wie die Sterne; ferner verlange ich einen Mantel von tausenderlei Pelz und Rauchwerk zusammengesetzt, und ein jedes Tier in Eurem Reich muss ein Stück von seiner Haut dazu geben.“ Sie dachte aber: Das anzuschaffen ist ganz unmöglich, und ich bringe damit meinen Vater von seinen bösen Gedanken ab. Der König ließ aber nicht ab, und die geschicktesten Jungfrauen in seinem Reiche mussten die drei Kleider weben, eins so golden wie die Sonne, eins so silbern wie der Mond und eins so glänzend wie die Sterne, und seine Jäger mussten alle Tiere im ganzen Reiche auffangen und ihnen ein Stück von ihrer Haut abziehen; daraus ward ein Mantel aus tausenderlei Rauchwerk gemacht. Endlich, als alles fertig war, ließ der König den Mantel herbeiholen, breitete ihn vor ihr aus und sprach: „Morgen soll die Hochzeit sein!“

Als nun die Königstochter sah, dass keine Hoffnung mehr war, ihres Vaters Herz umzuwandeln, so fasste sie den Entschluss zu entfliehen. In der Nacht, während alles schlief, stand sie auf und nahm von ihren Kostbarkeiten dreierlei: einen goldenen Ring, ein goldenes Spinnrädchen und ein goldenes Haspelchen; die drei Kleider von Sonne, Mond und Sterne tat sie in eine Nussschale, zog den Mantel von allerlei Rauchwerk an und machte sich Gesicht und Hände mit Ruß schwarz. Dann befahl sie sich Gott und ging fort und ging die ganze Nacht, bis sie in einen großen Wald kam. Und weil sie müde war, setzte sie sich in einen hohlen Baum und schlief ein.

Die Sonne ging auf, und sie schlief fort und schlief noch immer, als es schon hoher Tag war. Da trug es sich zu, dass der König, dem dieser Wald gehörte, darin jagte. Als seine Hunde zu dem Baum kamen, schnupperten sie, liefen rings herum und bellten. Sprach der König zu den Jägern: „Seht nach, was dort für ein Wild sich versteckt hat.“ Die Jäger folgten dem Befehl, und als sie wiederkamen, sprachen sie: „In dem hohlen Baum liegt ein wunderliches Tier, wie wir noch niemals eins gesehen haben; an seiner Haut ist tausenderlei Pelz; es liegt aber und schläft.“ Sprach der König „Seht zu, ob ihr’s lebendig fangen könnt, dann bindet’s auf den Wagen und nehmt’s mit.“

Als die Jäger das Mädchen anfassten, erwachte es voll Schrecken und rief ihnen zu „Ich bin ein armes Kind, von Vater und Mutter verlassen, erbarmt euch mein und nehmt mich mit!“ Da sprachen sie: Allerleirauh, du bist gut für die Küche, komm nur mit, da kannst du die Asche zusammenkehren.“ Also setzten sie es auf den Wagen und fuhren heim in das königliche Schloss. Dort wiesen sie ihm ein Ställchen an unter der Treppe, wo kein Tageslicht hinkam, und sagten: „Rauhtierchen, da kannst du wohnen und schlafen.“ Dann ward es in die Küche geschickt, da trug es Holz und Wasser, schürte das Feuer, rupfte das Federvieh, sortierte das Gemüse, kehrte die Asche und tat alle schlechte Arbeit.

Da lebte Allerleirauh lange Zeit recht armselig. Ach, du schöne Königstochter, wie soll’s mit dir noch werden! Es geschah aber einmal, dass ein Fest im Schloss gefeiert ward, da sprach sie zum Koch: „Darf ich ein wenig hinaufgehen und zusehen? Ich will mich außen vor die Türe stellen.“ Antwortete der Koch: „Ja, geh nur hin, aber in einer halben Stunde musst du wieder hier sein und die Asche zusammentragen!“ Da nahm sie ihr Öllämpchen, ging in ihr Ställchen, zog den Pelzrock aus und wusch sich den Ruß von dem Gesicht und den Händen ab, so dass ihre volle Schönheit wieder an den Tag kam. Dann machte sie die Nuss auf und holte ihr Kleid hervor, das wie die Sonne glänzte. Und wie das geschehen war, ging sie hinauf zum Fest, und alle traten ihr aus dem Weg, denn niemand kannte sie, und meinten nicht anderes, als dass es eine Königstochter wäre. Der König aber kam ihr entgegen, reichte ihr die Hand und tanzte mit ihr und dachte in seinem Herzen: So schön haben meine Augen noch keine gesehen. Als der Tanz zu Ende war, verneigte sie sich, und wie sich der König umsah, war sie verschwunden, und niemand wusste wohin. Die Wächter, die vor dem Schloss standen, wurden gerufen und ausgefragt, aber niemand hatte sie erblickt.

Sie war aber in ihr Ställchen gelaufen, hatte geschwind ihr Kleid ausgezogen, Gesicht und Hände schwarz gemacht und den Pelzmantel umgetan und war wieder Allerleirauh. Als sie nun in die Küche kam und an ihre Arbeit gehen und die Asche zusammenkehren wollte, sprach der Koch: „Lass das gut sein bis morgen und koche mir da die Suppe für den König, ich will auch einmal ein bisschen oben zugucken, aber lass mir kein Haar hineinfallen, sonst kriegst du in Zukunft nichts mehr zu essen!“ Da ging der Koch fort, und Allerleirauh kochte die Suppe für den König und kochte eine Brotsuppe, so gut es konnte, und wie sie fertig war, holte es in dem Ställchen seinen goldenen Ring und legte ihn in die Schüssel, in welche die Suppe angerichtet ward.

Als der Tanz zu Ende war, ließ sich der König die Suppe bringen und aß sie, und sie schmeckte ihm so gut, dass er meinte, niemals eine bessere Suppe gegessen zu haben. Wie er aber auf den Grund kam, sah er da einen goldenen Ring liegen und konnte nicht begreifen, wie er dahin geraten war. Da befahl er, der Koch sollte vor ihn kommen. Der Koch erschrak, wie er den Befehl hörte, und sprach zum Allerleirauh: „Gewiss hast du ein Haar in die Suppe fallen lassen; wenn’s wahr ist, so kriegst du Schläge!“ Als er vor den König kam, fragte dieser, wer die Suppe gekocht hätte. Antwortete der Koch: „Ich habe sie gekocht.“ Der König sprach: „Das ist nicht wahr, denn sie war auf andere Art und viel besser gekocht als sonst.“ Antwortete er: „Ich muss gestehen, dass ich sie nicht gekocht habe, sondern das Rauhtierchen.“ Sprach der König: „Geh und lass es heraufkommen.“

Als Allerleirauh kam, fragte der König: „Wer bist du?“ – „Ich bin ein armes Kind, das keinen Vater und Mutter mehr hat.“ Fragte er weiter: „Wozu bist du in meinem Schloss?“ Antwortete es: „Ich bin zu nichts gut, als dass mir die Stiefel um den Kopf geworfen werden.“ Fragte er weiter: „Wo hast du den Ring her, der in der Suppe war?“ Antwortete es: „Von dem Ring weiß ich nichts.“ Also konnte der König nichts erfahren und musste es wieder fortschicken.

Über eine Zeit war wieder ein Fest, da bat Allerleirauh den Koch wie voriges Mal um Erlaubnis, zusehen zu dürfen. Antwortete er: „Ja, aber komm in einer halben Stunde wieder und koch dem König die Brotsuppe, die er so gerne isst.“ Da lief es in sein Ställchen, wusch sich geschwind und nahm aus der Nuss das Kleid, das so silbern war wie der Mond, und tat es an. Da ging sie hinauf und glich einer Königstochter, und der König trat ihr entgegen und freute sich, dass er sie wiedersah, und weil eben der Tanz anhub, so tanzten sie zusammen.

Als aber der Tanz zu Ende war, verschwand sie wieder so schnell, dass der König nicht bemerken konnte, wo sie hinging. Sie sprang aber in ihr Ställchen und machte sich wieder zum Rauhtierchen und ging in die Küche, die Brotsuppe zu kochen. Als der Koch oben war, holte es das goldene Spinnrad und tat es in die Schüssel, so dass die Suppe darüber angerichtet wurde. Danach ward sie dem König gebracht, der aß sie und sie schmeckte ihm so gut wie das vorige Mal, und ließ den Koch kommen, der musste auch diesmal gestehen, dass Allerleirauh die Suppe gekocht hätte. Allerleirauh kam da wieder vor den König, aber sie antwortete, dass sie nur dazu wäre, dass ihr die Stiefel an den Kopf geworfen würden und dass sie von dem goldenen Spinnrädchen gar nichts wüsste

Als der König zum dritten Mal ein Fest anstellte, da ging es nicht anders als die vorigen Male. Der Koch sprach zwar: „Du bist eine Hexe, Rauhtierchen, und tust immer was in die Suppe, davon sie so gut wird und dem König besser schmeckt als was ich koche.“ Doch weil sie so bat, so ließ er es auf die bestimmte Zeit hingehen. Nun zog es ein Kleid an, das wie die Sterne glänzte, und trat damit in den Saal. Der König tanzte wieder mit der schönen Jungfrau und meinte, dass sie noch niemals so schön gewesen wäre. Und während er tanzte, steckte er ihr, ohne dass sie es merkte, einen goldenen Ring an den Finger und hatte befohlen, dass der Tanz recht lang währen sollte.

Wie er zu Ende war, wollte er sie an den Händen festhalten, aber sie riss sich los und sprang so geschwind unter die Leute, dass sie vor seinen Augen verschwand. Sie lief, was sie konnte, in ihr Ställchen unter der Treppe, weil sie aber zu lange und über eine halbe Stunde geblieben war, so konnte sie das schöne Kleid nicht ausziehen, sondern warf nur den Mantel von Pelz darüber, und in der Eile machte sie sich auch nicht ganz rußig, sondern ein Finger blieb weiß. Allerleirauh lief nun in die Küche kochte dem König die Brotsuppe und legte, wie der Koch fort war, den goldenen Haspel hinein. Der König, als er den Haspel auf dem Grunde fand, ließ Allerleirauh rufen, da erblickte er den weißen Finger und sah den Ring, den er im Tanze ihr angesteckt hatte. Da ergriff er sie an der Hand und hielt sie fest, und als sie sich losmachen und fortspringen wollte, tat sich der Pelzmantel ein wenig auf, und das Sternenkleid schimmerte hervor. Der König fasste den Mantel und riss ihn ab. Da kamen die goldenen Haare hervor, und sie stand da in voller Pracht und konnte sich nicht länger verbergen. Und als sie Ruß und Asche aus ihrem Gesicht gewischt hatte, da war sie schöner, als man noch jemand auf Erden gesehen hat. Der König aber sprach: „Du bist meine liebe Braut, und wir scheiden nimmermehr voneinander!“ Darauf ward die Hochzeit gefeiert, und sie lebten vergnügt bis zu ihrem Tod.

Lesen Sie ein Kurz-Märchen (5 min)

Hintergründe zum Märchen „Allerleirauh“

„Allerleirauh“ (Englisch: „All-Kinds-of-Fur“, manchmal übersetzt als „Thousandfurs“) ist ein Märchen, das von den Brüdern Grimm aufgezeichnet wurde. Seit der zweiten Ausgabe, die 1819 veröffentlicht wurde, ist es als Märchen Nr. 65 verzeichnet. Andrew Lang nahm es in „Das Grüne Märchenbuch“ auf. Es ist ein Aarne-Thompson-Volksmärchen vom Typ 510B (unnatürliche Liebe). Andere dieser Art sind „Mütze O‘ Rushes“, „Eselsfell“, „Katzenfell“, „Kätzchenfell“, „Der König, der seine Tochter heiraten wollte“, „Die Bärin“, „Mossycoat“, „Fetzenmäntel“, „Die Prinzessin, die ein Hasenfellkleid trug“, „Katie Holzmantel“ und „Der Bär“.

Handlung und Zusammenfassung des Märchen

Ein König versprach seiner sterbenden Frau, dass er nicht heiraten würde, es sei denn mit einer Frau, die so schön war wie sie, und als er nach einer neuen Frau suchte, erkannte er, dass die einzige Frau, die ihrer Schönheit ebenbürtig sein konnte, seine eigene Tochter war.

Die Tochter versuchte, die Hochzeit unmöglich zu machen, indem sie drei Kleider verlangte, eines, das so golden wie die Sonne, eines, das so silbern wie der Mond und eines, das so blendend wie die Sterne war, und einen Mantel aus dem Fell aller Arten von Vögeln und Tieren des Königreichs. Als ihr Vater sie zur Verfügung stellte, nahm sie sie mit einem goldenen Ring, einer goldenen Spindel und einer goldenen Rolle und lief in der Nacht vor der Hochzeit aus dem Schloss.

Allerleirauh Märchen Gebrüder Grimm

Sie lief weit weg in ein anderes Königreich und schlief dort in einem großen Wald, aber der junge König dieses Ortes und seine Hunde fanden sie, als er auf der Jagd war. Sie bat den König um Mitleid mit ihr und erhielt einen Platz in der Küche, wo sie arbeitete, und weil sie keinen Namen nannte, wurde sie „Alleskönner aus Fell“ genannt.

Als der König einen Ball abhielt, schlich sie sich hinaus und ging in ihrem goldenen Kleid zu diesem Ball. Am nächsten Morgen bereitete die Köchin eine Suppe für den König zu, in die sie ihren goldenen Ring steckte. Der König fand ihn und befragte die Köchin und dann All-Kinds-of-Fur, aber sie verriet nichts. Auf dem nächsten Ball ging sie in ihr silbernes Kleid und steckte die goldene Spindel in die Suppe, und der König konnte wieder nichts entdecken.

Allerleirauh Märchen Gebrüder Grimm

Auf dem dritten Ball ging sie im Sternenkleid, und der König steckte ihr, ohne dass sie es bemerkte, einen goldenen Ring an den Finger und befahl, dass der letzte Tanz länger als gewöhnlich dauern solle. Sie konnte nicht rechtzeitig weggehen, um sich umzuziehen; sie konnte nur ihren Pelzmantel über ihre Kleidung werfen, bevor sie die Suppe kochen musste. Als der König sie befragte, fing er ihre Hand, als er den Ring sah, und als sie versuchte, ihn wegzuziehen, rutschte ihr Mantel ab und enthüllte das Sternenkleid. Der König zog den Mantel ab, wodurch sie zum Vorschein kam, und sie heirateten.

Adaptionen des Märchen

Robin McKinley adaptierte dies in ihrem Roman Hirschleder, in dem die Prinzessin vom König vergewaltigt wird, bevor sie fliehen kann.

In Jane Yolens Version, die auch den Titel „Allerleirauh“ trägt, heiratet der König seine Tochter, die von ihrem Vater emotional vernachlässigt wurde und die die Absichten des Königs ihr gegenüber missversteht. Die Tochter stirbt im Kindbett wie ihre Mutter. Das Ende der Geschichte legt nahe, dass die Tochter der Tochter dasselbe Schicksal erleiden wird, wenn sie volljährig wird.

Allerleirauh war in Grimms Märchenklassikern unter dem Titel „Der Mantel der vielen Farben“ zu sehen. Zunächst heißt die Prinzessin Aleia (eine vereinfachte Version des ursprünglichen Namens des Märchens) und ihr Liebesinteresse heißt Alexander. Zweitens wird Aleias Beziehung zu ihrem Vater wie eine normale Vater-Tochter-Beziehung dargestellt, bis der König an einer Krankheit erkrankte, die ihm seelischen Schaden zufügte; dann zündete er sein eigenes Schloss an, während er einer verängstigten Aleia nachjagte, und starb im Feuer. Drittens wird gezeigt, wie Alexander und Aleia mehrmals miteinander interagieren, seine Freundlichkeit lässt ihn sich in sie verlieben und er verliebt sich in sie, bevor er erfährt, wer sie ist. Schließlich gelingt es Aleia, den letzten Tanz zu verlassen, und der Zwischenfall mit dem goldenen Ring ereignet sich einige Zeit später, wodurch ihre Identität offiziell enthüllt wird. In der letzten Szene belehrt das Königspaar den königlichen Koch komisch als „Strafe“ dafür, dass er ihr gegenüber kalt war.

Eine Episode von Jim Hensons Fernsehserie Der Geschichtenerzähler basiert auf dieser Geschichte, mit einigen Änderungen. Nämlich, dass die Prinzessin die jüngste und schönste der drei Töchter des Königs ist und von ihren grausamen Schwestern den Spitznamen „Sapsorrow“ erhielt. Statt dass der König sie heiraten will, wird die Ehe vom Gericht durchgesetzt, da ein Gesetz bestimmt, dass der König denjenigen heiraten muss, dessen Finger in den Ring der verstorbenen Königin passt, und da Sapsorrow den Ring anlegte, ist sie gezwungen, ihren Vater zu heiraten, gegen ihren und ihres Vaters Wunsch.

Das Videospiel Der Wolf unter uns, das auf dem Fables-Comic basiert, verwendet die Tochter, die hier Faith heißt, und den Prinzen, ihren Ehemann Lawrence aus „Allerleirauh“, als Charaktere innerhalb des Spiels und als Hauptantriebskräfte für einen modernen New Yorker Mordkomplott. Die Figur stellt eine leicht variierende Form dieser Geschichte dar, Eselskin.

Allerleirauh ist eines der Grimm-Märchen, die im Stück Das Geheimnis in den Flügeln von Mary Zimmerman vorkommen. Das Ende dieser Version ist ziemlich zweideutig, da die Erzähler der Geschichte häufig sowohl einander als auch den Handlungen der Figuren auf der Bühne widersprechen.

Chantal Gadoury schrieb eine Nacherzählung des Märchens mit dem gleichnamigen Titel „Allerleirauh“, in der die Prinzessin am Ende ihrem Vater und dem sexuellen Missbrauch, den sie von ihm erlitten hat, gegenübersteht.

Die Folkloristin und Dichterin Margaret Yocom schrieb ein abendfüllendes Buch mit Auslöschungslyrik, “Alle Arten von Pelz“, das 2018 bei Deerbrook Editions erschien.
In Elizabeth Lims Roman „Spin the Dawn“ aus dem Jahr 2019 muss die Protagonistin Maia drei Kleider nähen, die aus dem Lachen der Sonne, den Tränen des Mondes und dem Blut der Sterne gefertigt sind, um zur Schneidermeisterin des Kaisers zu werden.
In den vollständigen Märchen des Nelson-Doppeltages von Grimm wird „Allerleirauh“ unter dem Namen „Die verkappte Prinzessin“ aufgeführt.

Das Kinderbuch „Prinzessin Furball“ ist eine Nacherzählung von Allerleirauh. Der Hauptunterschied besteht darin, dass die Prinzessin aufgrund eines Geschäfts, das ihr Vater mit einem unsichtbaren Oger abschließt, davonläuft: fünfzig Wagen voll Silber im Tausch gegen die Hand der Prinzessin zur Heirat.

Informationen für wissenschaftliche Analysen


Statistiken zum Märchen
Wert
NummerKHM 65
Aarne-Thompson-Uther-IndexATU Typ 510B
Übersetzungen english
Lesbarkeitsindex nach Amstad72.5
Lesbarkeitsindex nach Björnsson39.3
Flesch-Reading-Ease Index61.3
Flesch–Kincaid Grade-Level10.4
Gunning Fog Index11.7
Coleman–Liau Index11.3
SMOG Index11.1
Automated Readability Index11.8
Zeichen-Anzahl11.714
Anzahl der Buchstaben9.270
Anzahl der Sätze87
Wortanzahl2.011
Durchschnittliche Wörter pro Satz23,11
Wörter mit mehr als 6 Buchstaben325
Prozentualer Anteil von langen Wörtern16.2%
Silben gesamt2.901
Durchschnittliche Silben pro Wort1,44
Wörter mit drei Silben162
Prozentualer Anteil von Wörtern mit drei Silben8.1%

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