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Die drei kleinen Schweinchen
Grimm Märchen

Die drei kleinen Schweinchen - Märchen von Joseph Jacobs

Vorlesezeit für Kinder: 8 min

Es war einmal eine alte Schweinemutter, die hatte drei kleine Schweinchen, die aßen und aßen, so viel sie nur konnten. Und als sie so groß waren, dass sie in dem Haus, in dem sie wohnten, keinen Platz mehr finden konnten, sagte die Mutter zu ihnen: „Ihr könnt jetzt nicht mehr bei mir bleiben, jedes muss ein Haus für sich selber haben.“ Und sie schickte sie in die weite Welt hinaus.

Das erste Schweinchen begegnet einem Mann mit einem Bund Stroh. Es sagt zu ihm: „Bitte, lieber Mann, gib mir das Stroh, ich will mir ein Haus daraus bauen. „Da sagt der Mann: „Gib mir erst von deinen Borsten, ich will mir eine Bürste daraus machen.“ Nun gibt ihm das Schweinchen von seinen Borsten, der Mann gibt ihm das Stroh und hilft ihm das Haus aufbauen. Vorne hat das Haus eine große Tür und hinten eine kleine Tür. Dann schaut das Schweinchen sein Strohhaus an und singt:

„Ich hab‘ ein schönes Haus von Stroh,
ich bin so sicher und so froh.
Und kommt der böse Wolf vorbei,
dann lache ich, hihi, heihei!“

Das zweite Schweinchen begegnet einem Mann mit einem Bund Holz. Es sagt zu ihm: „Bitte, lieber Mann, gib mir das Holz, ich will mir ein Haus daraus bauen.“ Der Mann aber sagt: „Gib mir erst von deinen Borsten, ich will mir eine Bürste daraus machen.“ Nun gibt ihm das Schweinchen von seinen Borsten, der Mann gibt ihm das Holz und hilft ihm das Haus aufbauen. Vorne hat das Haus eine große Tür und hinten eine kleine Tür.
Dann schaut das Schweinchen sein Holzhaus an und singt:

„Ich hab‘ ein schönes Haus von Holz,
ich bin so sicher und so stolz.
Und kommt der böse Wolf vorbei,
dann lache ich, hihi, heihei!“

Das dritte Schweinchen begegnet einem Mann, der zieht einen Karren voll Ziegelsteine. Es sagt zu ihm: „Bitte, lieber Mann, gib mir von den Ziegelsteinen, ich will mir ein Haus daraus bauen.“ Der Mann aber sagt: „Gib mir erst von deinen Borsten, ich will mir eine Bürste daraus machen.“ Das Schweinchen gibt ihm, so viel er davon haben will, und der Mann gibt ihm die Ziegelsteine und hilft ihm das Haus aufbauen. Vorne hat das Haus eine große Tür und hinten eine kleine Tür. Dann schaut das Schweinchen sein Ziegelhaus an und singt:

„Ich hab‘ ein schönes Haus von Stein,
es ist so sicher und so fein.
Und kommt der böse Wolf vorbei,
dann lache ich, hihi, heiheil“

So lebt nun jedes Schweinchen in seinem eigenen kleinen Haus, und jedes ist glücklich und zufrieden.
Da kommt eines Tages der Wolf aus dem Wald, klopft an die große Tür des kleinen Strohhauses und ruft:

„Liebes, gutes kleines Schwein,
lass mich doch zu dir hinein.“

Das Schweinchen aber antwortet:

„Bin ganz allein,
bin ganz allein,
ich lass dich nicht ins Haus herein.“

Da sagt der Wolf:

„lch werde strampeln und trampeln,
ich werde husten und prusten
und dir dein Haus zusammenpusten.“

Und der Wolf strampelt und trampelt, er hustet und prustet und pustet das ganze Haus zusammen.
Aber das kleine Schweinchen ist nicht mehr da. Es ist hinten durch die kleine Tür zum zweiten Schweinchen ins Holzhaus gelaufen.

Da geht der Wolf zum Holzhaus, klopft vorn an die große Tür und ruft:

„Liebes, gutes kleines Schwein,
lass mich doch zu dir hinein.“

Das zweite Schweinchen aber antwortet:

„Bin ganz allein, bin ganz allein,
ich lass dich nicht ins Haus herein.“

Da sagt der Wolf:

„Ich werde strampeln und trampeln,
ich werde husten und prusten
und dir dein Haus zusammenpusten.“

Und der Wolf strampelt und trampelt, er hustet und prustet und pustet das ganze Haus zusammen.
Aber die zwei kleinen Schweinchen sind nicht mehr da, sie sind hinten durch die kleine Tür zum dritten Schweinchen ins Ziegelhaus gelaufen. Da geht der Wolf zum Ziegelhaus, klopft vorn an die große Tür und ruft:

„Liebes, gutes kleines Schwein,
lass mich doch zu dir hinein.“

Das dritte Schweinchen aber antwortet:

„Bin ganz allein, bin ganz allein,
ich lass dich nicht ins Haus herein.“

Da sagt der Wolf:

„Ich werde strampeln und trampeln,
ich werde husten und prusten
und dir dein Haus zusammenpusten.“

Und der Wolf strampelt und trampelt, er hustet und prustet, aber er kann das Haus nicht zusammenpusten.
Da wird er schrecklich zornig und brüllt: „Wart nur, gleich hab‘ ich dich!“

und macht sich daran, durch den Kamin ins Haus zu klettern. Als die drei Schweinchen merken, was der Wolf im Sinne hat, sagt das erste Schweinchen: „Was sollen wir tun?“ Das zweite Schweinchen: „Ich will ein großes Feuer im Kamin anmachen.“ Und das dritte Schweinchen: „Ich will einen großen Topf mit Wasser in den Kamin hängen.“ Das tun sie auch. Nicht lange danach – das Feuer prasselt schon lustig und das Wasser ist gerade am Sieden -, da kommt der Wolf den Kamin herunter, und platsch, plumpst er mitten ins heiße Wasser hinein, und schnell geben die Schweinchen noch einen Deckel darauf. Dann tanzen sie vor Freude um den Kamin herum und singen:

„Der Wolf ist tot,
der Wolf ist tot,
ein Ende hat die große Not.“

Dann baute sich das erste Schweinchen ein Ziegelhaus und das zweite auch, und fortan lebten alle drei zufrieden und froh.

Lesen Sie ein Kurz-Märchen (5 min)

Hintergründe zum Märchen „Die drei Schweinchen“

„Die drei Schweinchen“ ist eine Fabel über drei Schweine, die drei Häuser aus unterschiedlichen Materialien bauen. Ein großer böser Wolf bläst die ersten beiden Schweinehäuser aus Stroh bzw. Stöcken nieder, ist aber nicht in der Lage, das dritte Schweinehaus aus Ziegelsteinen zu zerstören. Gedruckte Versionen stammen aus den 1840er Jahren, aber die Geschichte selbst wird für viel älter gehalten. Die in der Geschichte verwendeten Phrasen und die verschiedenen Moralvorstellungen, die sich daraus ableiten lassen, haben sich in der westlichen Kultur eingebettet. Viele Versionen von „Die drei Schweinchen“ sind im Verlauf der Zeit neu entstanden oder wurden modifiziert, wobei der Wolf manchmal zu einer freundlichen Figur wurde. Es handelt sich um ein Volksmärchen des Typs B124 im Aarne-Thompson-Klassifikationssystem. „The Three Little Pigs“ wurde von James Halliwell-Phillipps im Buch „The Nursery Rhymes of England“ erstmals veröffentlicht. Die Geschichte in ihrer wohl bekanntesten Form erschien im Märchenbuch „English Fairy Tales“ von Joseph Jacobs, das 1890 veröffentlicht wurde und Halliwell als seine Quelle angibt. Die früheste veröffentlichte Version der Geschichte stammt aus Dartmoor im Jahr 1853 und dreht sich um drei kleine Kobolde anstelle von Schweinen.

Handlung und Zusammenfassung des Märchen

Die Geschichte beginnt damit, dass die Titelfiguren von ihrer Mutter in die Welt hinausgeschickt werden, um „ihr Glück zu suchen“. Das erste kleine Schweinchen baut ein Haus aus Stroh, aber ein Wolf bläst es nieder und verschlingt es. Das zweite Schweinchen baut ein Haus aus Stöcken, das der Wolf ebenfalls niederbläst, und auch das zweite Schweinchen wird verschlungen. Das dritte Schweinchen baut ein Haus aus Ziegelsteinen, das der Wolf nicht zerstören kann. Dann versucht er, das Schwein aus dem Haus zu locken, indem er an verschiedenen Orten um ein Treffen bittet, aber er wird jedes Mal überlistet. Schließlich entschließt sich der Wolf, den Schornstein hinunterzukommen, woraufhin das Schwein, den Kamin anzündet.

Varianten und Adaptionen des Märchen

In einigen Versionen werden das erste und das zweite Schweinchen nicht vom Wolf gefressen, nachdem er ihre Häuser zerstört hat, sondern sie laufen stattdessen zum Haus ihres Bruders. Nachdem der Wolf den Schornstein hinuntergegangen ist, stirbt er entweder wie im Original oder er läuft weg und kehrt nie wieder zurück, um die drei kleinen Schweinchen zu fressen, die in beiden Fällen alle überleben. Die Geschichte bedient sich der literarischen Dreierregel, in diesem Fall ausgedrückt als „kontrastierende Drei“, da sich das Ziegelhaus des dritten Schweins als das einzige erweist, das dem Wolf standhält.

Andrew Lang nahm die Gesichte in sein Buch „The Green Fairy Book“ auf, das 1892 veröffentlicht wurde, zitierte aber nicht seine Quelle. Im Gegensatz zu Jacobs‘ Version, in der die Schweine namenlos blieben, wurden die Schweine in Langs Nacherzählung als Browny, Whitey und Blacky dargestellt. Sie hebt sich auch dadurch ab, dass sie den Charakter jedes Schweins darstellt und die Interaktion zwischen den Schweinen detailliert beschreibt. Der Antagonist dieser Version ist ein Fuchs, kein Wolf. Die Schweineställe sind entweder aus Lehm, Kohl oder Ziegelsteinen gebaut. Blacky, das dritte Schwein, rettet seinen Bruder und seine Schwester aus der Höhle des Fuchses, nachdem der Fuchs besiegt worden ist.

Eine bekannte Version der Geschichte ist der preisgekrönte Zeichentrickfilm „Silly Symphony“ von 1933, der von Walt Disney produziert wurde. Die Produktion besetzte die Titelfiguren als „Fifer Pig“, „Fiddler Pig“ und „Practical Pig“. Die ersten beiden werden sowohl als frivol als auch als arrogant dargestellt. Die Dramatik der Geschichte wurde etwas abgemildert. Die ersten beiden Schweine entkommen dem Wolf. Außerdem wird der Wolf nicht zu Tode gekocht, sondern verbrennt sich einfach den Hintern und rennt weg. Aufgrund der Popularität des Kurzfilms folgten bald drei Fortsetzungen in den Jahren 1934, 1936 und 1939. Fifer Pig, Fiddler Pig, Practical Pig und der große böse Wolf erschienen 2001 in der Serie „Disney’s House of Mouse“ in vielen Episoden und erneut in „Mickey’s Magical Christmas“. Die drei Schweine sind in vielen Walt Disney Parks als Grußbotschafter zu sehen.

Eine weitere animierte Parodie war ein Cartoon von Warner Brothers aus dem Jahr 1952 mit dem Titel „The Turn-Tale Wolf“ unter der Regie von Robert McKimson. Dieser Zeichentrickfilm erzählt die Geschichte aus der Sicht des Wolfes und stellt die Schweine als die Bösewichte dar. Eine weitere Parodie von Warner Brothers war Friz Frelengs „The Three Little Bops“ (1957), in dem die drei Schweinchen als Jazzmusiker dargestellt werden, die sich weigern, den Wolf in ihre Band aufzunehmen.

1953 drehte Tex Avery den Zeichentrickfilm „The Three Little Pups“ (Die drei kleinen Welpen). Darin ist der Wolf ein Hundefänger mit südlichem Akzent (mit der Stimme von Daws Butler), der versucht, Droopy und seine Brüder Snoopy und Loopy zu fangen, um sie ins Tierheim zu bringen. Obwohl er die ersten beiden Häuser erfolgreich wegblasen kann, trifft er auf sein Gegenstück, als es ihm nicht gelingt, Droopy’s Backsteinhaus zu zerstören. Der Hundefänger unternimmt mehrere Versuche, das Haus zu zerstören und die Welpen einzufangen, scheitert aber.

Die Parodie The True Story of the 3 Little Pigs! aus dem Jahr 1989 wird als eine Ich-Erzählung des Wolfes präsentiert, der den ganzen Vorfall als ein Missverständnis darstellt; er war zu den Schweinen gegangen, um sich Zucker zu borgen, hatte in einem Niesanfall ihre Häuser zerstört, fraß die ersten beiden Schweine, um kein Essen zu verschwenden (da sie ohnehin beim Einsturz des Hauses gestorben waren), und wurde dabei erwischt, wie er das Haus des dritten Schweins angriff, nachdem das Schwein ihn ständig beleidigt hatte.

Das 1993 erschienene Kinderbuch „Die drei kleinen Wölfe“ und das große böse Schwein kehrt die Besetzung um und nimmt einige Änderungen an der Handlung vor: Die Wölfe bauen ein Haus aus Ziegelsteinen, dann ein Haus aus Beton, dann ein Haus aus Stahl und schließlich ein Haus aus Blumen. Das Schwein ist nicht in der Lage, die Häuser zerstören und gibt seine bösen Absichten auf, als es den Duft des Blumenhauses riecht, und freundet sich mit den Wölfen an. Die drei Schweine und der Wolf tauchen in den vier Shrek-Filmen und den Specials „Shrek the Halls“ und „Scared Shrekless“ auf.

Im Jahr 2019 veröffentlichte Simon Hood eine zeitgenössische Version der Geschichte, in der die drei Schweinchenfiguren sowohl männlich als auch weiblich waren. Sowohl die Sprache als auch die Illustrationen modernisieren die Geschichte, während die Handlung der traditionellen Versionen nahe bleibt.

Informationen für wissenschaftliche Analysen


Statistiken zum Märchen
Wert
Aarne-Thompson-Uther-IndexATU Typ B124
Lesbarkeitsindex nach Amstad87.4
Lesbarkeitsindex nach Björnsson27.4
Flesch-Reading-Ease Index79
Flesch–Kincaid Grade-Level5.7
Gunning Fog Index6.7
Coleman–Liau Index11.1
SMOG Index7.5
Automated Readability Index7
Zeichen-Anzahl5.120
Anzahl der Buchstaben3.939
Anzahl der Sätze62
Wortanzahl862
Durchschnittliche Wörter pro Satz13,90
Wörter mit mehr als 6 Buchstaben116
Prozentualer Anteil von langen Wörtern13.5%
Silben gesamt1.159
Durchschnittliche Silben pro Wort1,34
Wörter mit drei Silben34
Prozentualer Anteil von Wörtern mit drei Silben3.9%

Bildquellen: © Andrea Danti / Shutterstock

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