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Strohhalm, Kohle und Bohne
Grimm Märchen

Strohhalm, Kohle und Bohne - Märchen der Gebrüder Grimm

Vorlesezeit für Kinder: 5 min

In einem Dorfe wohnte eine arme alte Frau, die hatte ein Gericht Bohnen zusammengebracht und wollte sie kochen. Sie machte also auf ihrem Herd ein Feuer zurecht, und damit es desto schneller brennen sollte, zündete sie es mit einer Handvoll Stroh an. Als sie die Bohnen in den Topf schüttete, entfiel ihr unbemerkt eine, die auf dem Boden neben einen Strohhalm zu liegen kam. Bald danach sprang auch eine glühende Kohle vom Herd zu den beiden herab. Da fing der Strohhalm an und sprach: „Liebe Freunde, von wannen kommt ihr her?“ Die Kohle antwortete: „Ich bin zu gutem Glück dem Feuer entsprungen, und hätte ich das nicht mit Gewalt durchgesetzt, so war mir der Tod gewiss: Ich wäre zu Asche verbrannt.“

Die Bohne sagte: „Ich bin auch noch mit heiler Haut davongekommen, aber hätte mich die Alte in den Topf gebracht, ich wäre ohne Barmherzigkeit zu Brei gekocht worden wie meine Kameraden.“ – „Wäre mir denn ein besser Schicksal zuteil geworden?“ sprach das Stroh. „Alle meine Brüder hat die Alte in Feuer und Rauch aufgehen lassen, sechzig hat sie auf einmal gepackt und ums Leben gebracht. Glücklicherweise bin ich ihr zwischen den Fingern durchgeschlüpft.“ – „Was sollen wir aber nun anfangen?“ sprach die Kohle. – „Ich meine,“ antwortete die Bohne, „weil wir so glücklich dem Tode entronnen sind, so wollen wir uns als gute Gesellen zusammenhalten und, damit uns hier nicht wieder ein neues Unglück ereilt, gemeinschaftlich auswandern und in ein fremdes Land ziehen.“

Der Vorschlag gefiel den beiden anderen, und sie machten sich miteinander auf den Weg. Bald aber kamen sie an einen kleinen Bach, und da keine Brücke oder Steg da war, so wussten sie nicht, wie sie hinüberkommen sollten. Der Strohhalm fand guten Rat und sprach: „Ich will mich querüber legen, so könnt ihr auf mir wie auf einer Brücke hinübergehen.“ Der Strohhalm streckte sich also von einem Ufer zum anderen, und die Kohle, die von hitziger Natur war, trippelte auch ganz keck auf die neugebaute Brücke. Als sie aber in die Mitte gekommen war und unter sich das Wasser rauschen hörte, ward ihr doch angst: Sie blieb stehen und getraute sich nicht weiter.

Der Strohhalm aber fing an zu brennen, zerbrach in zwei Stücke und fiel in den Bach: Die Kohle rutschte nach, zischte, wie sie ins Wasser kam, und gab den Geist auf. Die Bohne, die vorsichtigerweise noch auf dem Ufer zurückgeblieben war, musste über die Geschichte lachen, konnte nicht aufhören und lachte so gewaltig, dass sie zerplatzte. Nun war es ebenfalls um sie geschehen, wenn nicht zu gutem Glück ein Schneider, der auf der Wanderschaft war, sich an dem Bach ausgeruht hätte. Weil er ein mitleidiges Herz hatte, so holte er Nadel und Zwirn heraus und nähte sie zusammen. Die Bohne bedankte sich bei ihm aufs schönste, aber da er schwarzen Zwirn gebraucht hatte, so haben seit der Zeit alle Bohnen eine schwarze Naht.

Lesen Sie ein Kurz-Märchen (5 min)

Hintergründe zum Märchen „Strohhalm, Kohle und Bohne“

„Strohhalm, Kohle und Bohne“ ist die achtzehnte Geschichte in Grimms Märchen. Es ist die Aarne-Thompson-Nummer 295.

Handlung und Zusammenfassung des Märchen

Eine alte Frau hat einige Bohnen, die sie über dem Feuer kochen will. Da sie es eilig hat, schnappt sie sich Stroh, um das Feuer schneller anzuzünden. Sie schüttet die Bohnen in den Topf, und in Eile lässt sie eine auf den Boden fallen, die neben einem Stück Stroh landet. Bald brennt das Feuer schön und eine heiße Kohle springt heraus und landet neben dem Stroh und der Bohne. Sie diskutieren, dass sie dem Feuer nur knapp entkommen sind, und schließen sich zusammen, um zu fliehen.

An einem Fluss legt sich das Stroh hin, um sie überqueren zu lassen. Die Kohle, die von Natur aus heiß ist, setzt sofort über. Aber als die Kohle auf halber Strecke ist, rauscht das Wasser unter ihr hindurch, und die Kohle hat Angst, ertränkt zu werden. Also bleibt er stehen, zu ängstlich, um weiter zu gehen. Das Stroh entzündet sich an der Kohle und teilt sich in zwei Hälften, Stroh und Kohle werden stromabwärts gefegt.

Die Bohne kann nicht anders, als über das Unglück seiner Kameraden zu lachen, und in der Tat lacht er so sehr, dass ihm die Seite platzt. Er ist in Schwierigkeiten, aber zum Glück ist ein freundlicher Schneider in der Nähe, der ihn mit schwarzem Faden wieder zusammennäht, und seitdem haben Bohnen einen schwarzen Flöz.

Informationen für wissenschaftliche Analysen


Statistiken zum Märchen
Wert
NummerKHM 18
Aarne-Thompson-Uther-IndexATU Typ 295
Übersetzungen english
Lesbarkeitsindex nach Amstad70
Lesbarkeitsindex nach Björnsson39
Flesch-Reading-Ease Index56.3
Flesch–Kincaid Grade-Level10.3
Gunning Fog Index11.2
Coleman–Liau Index12
SMOG Index11
Automated Readability Index11.4
Zeichen-Anzahl2.900
Anzahl der Buchstaben2.315
Anzahl der Sätze24
Wortanzahl477
Durchschnittliche Wörter pro Satz19,88
Wörter mit mehr als 6 Buchstaben91
Prozentualer Anteil von langen Wörtern19.1%
Silben gesamt735
Durchschnittliche Silben pro Wort1,54
Wörter mit drei Silben44
Prozentualer Anteil von Wörtern mit drei Silben9.2%

Bildquellen: © Andrea Danti / Shutterstock

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