Childstories.org Logo
Menü
Childstories.org Logo
  • 1
  • Alle Grimm
    Märchen
  • 2
  • Nach Lesezeit
    sortiert
  • 3
  • Perfekt zum
    Vorlesen für Kinder
Einäuglein, Zweiäuglein und Dreiäuglein
Grimm Märchen

Einäuglein, Zweiäuglein und Dreiäuglein - Märchen der Gebrüder Grimm

Vorlesezeit für Kinder: 18 min

Es war eine Frau, die hatte drei Töchter, davon hieß die älteste Einäuglein, weil sie nur ein einziges Auge mitten auf der Stirn hatte, und die mittelst Zweiäuglein, weil sie zwei Augen hatte wie andere Menschen und die jüngste Dreiäuglein, weil sie drei Augen hatte, und das dritte stand ihr gleichfalls mitten auf der Stirne. Darum aber, dass Zweiäuglein nicht anders aussah als andere Menschenkinder, konnten es die Schwestern und die Mutter nicht leiden. Sie sprachen zu ihm: „Du mit deinen zwei Augen bist nicht besser als das gemeine Volk, du gehörst nicht zu uns.“

Sie stießen es herum und warfen ihm schlechte Kleider hin und gaben ihm nicht mehr zu essen, als was sie übrigließen, und taten ihm Herzeleid an, wo sie nur konnten. Es trug sich zu, dass Zweiäuglein hinaus ins Feld gehen und die Ziege hüten musste, aber noch ganz hungrig war, weil ihm seine Schwestern so wenig zu essen gegeben hatten. Da setzte es sich auf einen Rain und fing an zu weinen und so zu weinen, dass zwei Bächlein aus seinen Augen herabflossen. Und wie es in seinem Jammer einmal aufblickte, stand eine Frau neben ihm, die fragte: „Zweiäuglein, was weinst du?“ Zweiäuglein antwortete: „Soll ich nicht weinen?

Weil ich zwei Augen habe wie andere Menschen, so können mich meine Schwestern und meine Mutter nicht leiden, stoßen mich aus einer Ecke in die andere, werfen mir alte Kleider hin und geben mir nichts zu essen, als was sie übriglassen. Heute haben sie mir so wenig gegeben, dass ich noch ganz hungrig bin.“ Sprach die weise Frau: „Zweiäuglein, trockne dir dein Angesicht, ich will dir etwas sagen, dass du nicht mehr hungern sollst. Sprich nur zu deiner Ziege:

„Zicklein, meck,
Tischlein, deck!“

so wird ein sauber gedecktes Tischlein vor dir stehen und das schönste Essen darauf, dass du essen kannst, so viel du Lust hast. Und wenn du satt bist und das Tischlein nicht mehr brauchst, so sprichst nur:

„Zicklein, meck,
Tischlein, weg!“

so wird’s vor deinen Augen wieder verschwinden.“ Darauf ging die weise Frau fort. Zweiäuglein aber dachte: Ich muss gleich einmal versuchen, ob es wahr ist, was sie gesagt hat, denn mich hungert sehr, und sprach:

„Zicklein, meck,
Tischlein, deck!“

Und kaum hatte sie die Worte ausgesprochen, so stand da ein Tischlein mit einem weißen Tüchlein gedeckt, darauf ein Teller mit Messer und Gabel und silbernem Löffel, die schönsten Speisen standen rundherum, rauchten und waren noch warm, als wären sie eben aus der Küche gekommen. Da sagte Zweiäuglein das kürzeste Gebet her, das es wusste: „Herr Gott, sei unser Gast zu aller Zeit, Amen!“ langte zu und ließ sich’s wohl schmecken. Und als es satt war sprach es, wie die weise Frau gelehrt hatte:

„Zicklein, meck,
Tischlein, weg!“

Alsbald war das Tischchen und alles was darauf stand wieder verschwunden. Das ist ein schöner Haushalt dachte Zweiäuglein und war ganz vergnügt und guter Dinge.

Abends, als es mit seiner Ziege heimkam, fand es ein irdenes Schüsselchen mit Essen, das ihm die Schwestern hingestellt hatten, aber es rührte nichts an. Am anderen Tag zog es mit seiner Ziege wieder hinaus und ließ die paar Brocke gereicht wurden, die ihm gereicht wurden liegen. Das erste Mal und das beachteten es die Schwestern gar nicht, wie es aber jedes Mal geschah, merkten sie auf und sprachen: „Es ist nicht richtig mit dem Zweiäuglein, das lässt jedes Mal das Essen stehen und hat doch sonst alles aufgezehrt, was ihm gereicht wurde; das muss andere Wege gefunden haben.“ Damit sie aber hinter die Wahrheit kämen, sollte Einäuglein mitgehen wenn Zweiäuglein die Ziege auf die Weide trieb und sollte achten, was es da vorhätte und ob ihm jemand Trinken brächte.

Als nun Zweiäuglein sich wieder aufmachte, trat Einäuglein zu ihm und sprach: „Ich will mit ins Feld und sehen, dass die Ziege auch recht gehütet und ins Futter getrieben wird.“ Aber Zweiäuglein merkte, was Einäuglein im Sinne hatte und trieb die Ziege hinaus in hohes Gras und sprach: „Komm Einäuglein, wir wollen uns hinsetzen, ich will dir was vorsingen.“ Einäuglein setzte sich hin und war von dem ungewohnten Weg und von der Sonnenhitze müde, und Zweiäuglein sang immer:

„Einäuglein, wachst du?
Einäuglein, schläfst du?“

Da tat Einäuglein das eine Auge zu und schlief ein Und als Zweiäuglein sah, dass Einäuglein fest schlief und nichts verraten konnte, sprach es:

„Zicklein, meck,
Tischlein, deck!“

und setzte sich an sein Tischlein und aß und trank, bis es satt war, dann rief es wieder:

„Zicklein, meck,
Tischlein, weg!“

und alles war augenblicklich verschwunden. Zweiäuglein weckte nun Einäuglein und sprach: „Einäuglein, du willst hüten und schläfst dabei ein, derweil hätte die Ziege in alle Welt laufen können; komm, wir wollen nach Haus gehen.“ Da gingen sie nach Haus, und Zweiäuglein ließ wieder sein Schüsselchen unangerührt stehen, und Einäuglein konnte der Mutter nicht verraten, warum es nicht essen wollte, und sagte zu seiner Entschuldigung: „Ich war draußen eingeschlafen.“

Am anderen Tag sprach die Mutter zu Dreiäuglein: „Diesmal sollst du mitgehen und achthaben, ob Zweiäuglein draußen isst und ob ihm jemand Essen und Trinken bringt, denn essen und trinken muss es heimlich.“ Da trat Dreiäuglein zum Zweiäuglein und sprach: „Ich will mitgehen und sehen, ob auch die Ziege recht gehütet und ins Futter getrieben wird.“ Aber Zweiäuglein merkte, was Dreiäuglein im Sinne hatte, und trieb die Ziege hinaus ins hohe Gras und sprach: „Wir wollen uns dahinsetzen, Dreiäuglein, ich will dir was vorsingen.“ Dreiäuglein setzte sich und war müde von dem Weg und der Sonnenhitze, und Zweiäuglein hub wieder das vorige Liedlein an und sang:

„Dreiäuglein, wachst du?“

Aber statt dass es nun singen musste:

„Dreiäuglein, schläfst du?“

sang es aus Unbedachtsamkeit:

„Zweiäuglein, schläfst du?“

und sang immer:

„Dreiäuglein, wachst du?
Zweiäuglein, schläfst du?“

Da fielen dem Dreiäuglein seine zwei Augen zu und schliefen, aber das dritte, weil es von dem Sprüchlein nicht angeredet war, schlief nicht ein. Zwar tat es Dreiäuglein zu, aber nur aus List, gleich als schliefe es auch damit; doch blinzelte es und konnte alles gar wohl sehen. Und als Zweiäuglein meinte, Dreiäuglein schliefe fest, sagte es sein Sprüchlein:

„Zicklein, meck,
Tischlein, deck!“

aß und trank nach Herzenslust und hieß dann das Tischlein wieder fortgehen:

„Zicklein, meck,
Tischlein, weg!“

Und Dreiäuglein hatte alles mitangesehen. Da kam Zweiäuglein zu ihm, weckte es und sprach: „Ei, Dreiäuglein, bist du eingeschlafen? Du kannst gut hüten! Komm, wir wollen heimgehen.“ Und als sie nach Haus kamen, aß Zweiäuglein wieder nicht, und Dreiäuglein sprach zur Mutter: „Ich weiß nun, warum das hochmütige Ding nicht isst; wenn sie draußen zur Ziege spricht:

„Zicklein, meck,
Tischlein, deck!“

so steht ein Tischlein vor ihr, das ist mit dem besten Essen besetzt, viel besser, als wir’s hier haben; und wenn sie satt ist, so spricht sie:

„Zicklein, meck,
Tischlein, weg!“

und alles ist wieder verschwunden. Ich habe alles genau mit angesehen. Zwei Augen hatte sie mir mit einem Sprüchlein eingeschläfert, aber das eine auf der Stirne, das war zum Glück wach geblieben. Da rief die neidische Mutter: „Willst du’s besser haben als wir? Die Lust soll dir vergehen!“ Sie holte ein Schlachtmesser und stieß es der Ziege ins Herz, dass sie tot hinfiel.

Als Zweiäuglein das sah, ging es voll Trauer hinaus, setzte sich auf den Feldrain und weinte seine bitteren Tränen. Da stand auf einmal die weise Frau wieder neben ihm und sprach: „Zweiäuglein, was weinst du?“ – „Soll ich nicht weinen!“ antwortete es, „die Ziege, die mir jeden Tag, wenn ich Euer Sprüchlein hersagte, den Tisch so schön deckte, ist von meiner Mutter totgestochen; nun muss ich wieder Hunger und Kummer leiden.“

Die weise Frau sprach: „Zweiäuglein, ich will dir einen guten Rat erteilen, bitte deine Schwestern, dass sie dir das Eingeweide von der geschlachteten Ziege geben, und vergrub es vor der Haustür in die Erde, so wird’s dein Glück sein.“ Da verschwand sie und Zweiäuglein ging heim und sprach zu den Schwestern: „Liebe Schwestern, gebt mir doch etwas von meiner Ziege, ich verlange nichts Gutes, gebt mir nur das Eingeweide!“ Da lachten sie und sprachen: „Kannst du haben, wenn du weiter nichts willst.“

Und Zweiäuglein nimmt die Eingeweide und vergrub’s abends in aller Stille nach dem Rate der weißen Frau vor die Haustüre. Am anderen Morgen, als sie insgesamt erwachten und vor die Haustür traten, so stand da ein wunderbarer, prächtiger Baum, der hatte Blätter von Silber, und Früchte von Gold hingen dazwischen, dass wohl nichts Schöneres und Köstlicheres auf der weiten Welt war. Sie wussten aber nicht, wie der Baum in der Nacht dahingekommen war; nur Zweiäuglein merkte, dass er aus dem Eingeweide der Ziege aufgewachsen war, denn er stand gerade da, wo sie es in die Erde vergraben hatte. Da sprach die Mutter zu Einäuglein: „Steig hinauf, mein Kind, und brich uns die Früchte von dem Baume ab!“

Einäuglein stieg hinauf, aber wie es einen von den goldenen Äpfeln greifen wollte, so fuhr ihm der Zweig aus den Händen; und das geschah jedes Mal, so dass es keinen einzigen Apfel brechen konnte, es mochte sich anstellen, wie es wollte. Da sprach die Mutter: „Dreiäuglein, steig du hinauf, du kannst mit deinen drei Augen besser um dich schauen als Einäuglein.“ Einäuglein rutschte herunter, und Dreiäuglein stieg hinauf.

Aber Dreiäuglein war nicht geschickter und mochte schauen, wie es wollte, die goldenen Äpfel wichen immer zurück. Endlich ward die Mutter ungeduldig und stieg selbst hinauf, konnte aber so wenig wie Einäuglein und Dreiäuglein die Frucht fassen und griff immer in die leere Luft. Da sprach Zweiäuglein: „Ich will mich einmal hinaufmachen, vielleicht gelingt mir’s eher.“ Die Schwestern riefen zwar: „Du, mit deinen zwei Augen, was willst du wohl!“ Aber Zweiäuglein stieg hinauf, und die goldenen Apfel zogen sich nicht vor ihm zurück, sondern ließen sich selbst in seine Hand herab, also dass es einen nach dem anderen abpflücken konnte und ein ganzes Schürzchen voll mit herunterbrachte.

Die Mutter nahm sie ihm ab, und statt dass sie, Einäuglein und Dreiäuglein dafür das arme Zweiäuglein hätten besser behandeln sollen, so wurden sie nur neidisch, dass es allein die Früchte holen konnte, und gingen noch härter mit ihm um.

Es traf sich zu, als sie einmal beisammen an dem Baum standen, dass ein junger Ritter daherkam.

„Geschwind, Zweiäuglein,“ riefen die zwei Schwestern, „kriech unter, dass wir uns deiner nicht schämen müssen!“ und stürzten über das arme Zweiäuglein in aller Eile ein leeres Fass, das gerade neben dem Baume stand, und schoben die goldenen Äpfel, die es abgebrochen hatte, auch darunter. Als nun der Ritter näher kam, war es ein schöner Herr, der hielt still, bewunderte den prächtigen Baum von Gold und Silber und sprach zu den beiden Schwestern: „Wem gehört dieser schöne Baum?

Wer mir einen Zweig davon gäbe, könnte dafür verlangen, was er wollte.“ Da antworteten Einäuglein und Dreiäuglein, der Baum gehöre ihnen und sie wollten ihm einen Zweig wohl abbrechen. Sie gaben sich auch beide große Mühe, aber sie waren es nicht imstande, denn die Zweige und Früchte wichen jedes Mal vor ihnen zurück. Da sprach der Ritter: „Das ist ja wunderlich, dass der Baum euch gehört und ihr doch nicht Macht habt, etwas davon abzubrechen.“ Sie blieben dabei, der Baum wäre ihr Eigentum.

Indem sie aber so sprachen, rollte Zweiäuglein unter dem Fasse ein paar goldene Äpfel heraus, so dass sie zu den Füßen des Ritters liefen, denn Zweiäuglein war bös, dass Einäuglein und Dreiäuglein nicht die Wahrheit sagten. Wie der Ritter die Äpfel sah, erstaunte er und fragte, wo sie herkamen. Einäuglein und Dreiäuglein antworteten, sie hätten noch eine Schwester, die dürfte sich aber nicht sehen lassen, weil sie nur zwei Augen hätte wie andere gemeine Menschen.

Der Ritter aber verlangte sie zu sehen und rief: „Zweiäuglein, komm hervor!“ Da kam Zweiäuglein ganz getrost unter dem Fass hervor, und der Ritter war verwundert über seine große Schönheit und sprach: „Du, Zweiäuglein, kannst mir gewiss einen Zweig von dem Baum abbrechen.“ – „Ja,“ antwortete Zweiäuglein, „das will ich wohl können, denn der Baum gehört mir?“ und stieg hinauf und brach mit leichter Mühe einen Zweig mit feinen silbernen Blättern und goldenen Früchten ab und reichte ihn dem Ritter hin.

Da sprach der Ritter: „Zweiäuglein, was soll ich dir dafür geben?“ – „Ach,“ antwortete Zweiäuglein, „ich leide Hunger und Durst, Kummer und Not vom frühen Morgen bis zum Abend; wenn Ihr mich mitnehmen und erlösen wollt, so wäre ich glücklich.“ Da hob der Ritter das Zweiäuglein auf sein Pferd und brachte es heim auf sein väterliches Schloss; dort gab er ihm schöne Kleider, Essen und Trinken nach Herzenslust, und weil er es so lieb hatte, ließ er sich mit ihm einsegnen, und ward die Hochzeit in großer Freude gehalten.

Wie nun Zweiäuglein so von dem schönen Rittersmann fortgeführt ward, da beneideten die zwei Schwestern ihm erst recht sein Glück. Der wunderbare Baum bleibt uns doch, dachten sie, können wir auch keine Früchte davon brechen, so wird doch jedermann davor stehenbleiben, zu uns kommen und ihn rühmen; wer weiß, wo unser Weizen noch blüht! Aber am anderen Morgen war ihr Baum verschwunden und ihre Hoffnung dahin. Und wie Zweiäuglein zu seinem Kämmerlein hinaussah, so stand er zu seiner großen Freude davor und war ihm also nachgefolgt.

Zweiäuglein lebte lange Zeit vergnügt. Einmal kamen zwei arme Frauen zu ihm auf das Schloss und baten um ein Almosen. Da sah ihnen Zweiäuglein ins Gesicht und erkannte ihre Schwestern Einäuglein und Dreiäuglein, die so in Armut geraten waren, dass sie umherziehen und vor den Türen ihr Brot suchen mussten. Zweiäuglein aber hieß sie willkommen und tat ihnen Gutes und pflegte sie, also dass die beiden von Herzen bereuten, was sie ihrer Schwester in der Jugend Böses angetan hatten.

Lesen Sie ein Kurz-Märchen (5 min)

Hintergründe zum Märchen „Einäuglein, Zweiäuglein und Dreiäuglein“

„Einäuglein, Zweiäuglein und Dreiäuglein“ ist ein deutsches Märchen, das von den Gebrüdern Grimm mit der Märchennummer 130 gesammelt wurde. Andrew Lang hat es als „Kleines Einauge, kleines Zweiauge und kleines Dreiauge“ in das Grüne Märchenbuch aufgenommen. Es ist Aarne-Thompson Typ 511.

Handlung und Zusammenfassung des Märchen

Eine Frau hatte drei Töchter: Die Älteste hatte ein Auge in der Mitte ihrer Stirn, die zweite hatte zwei Augen wie gewöhnliche Menschen, die dritte hatte drei Augen; zwei an den Seiten ihres Kopfes und ein drittes in der Mitte ihrer Stirn. Ihre Mutter und ihre Schwestern verachteten Zweiäuglein, weil sie wie andere Menschen war und sie schlecht behandelte und ihr nur ihre Überreste zum Essen überließ.

Eines Tages wurde Zweiäuglein auf das Feld geschickt, um sich um die Ziege zu kümmern. Sie setzte sich hin und weinte, da man ihr so wenig zu essen gegeben hatte, und als sie aufblickte, stand eine Frau neben ihr. Die Frau fragte sie, warum sie weinte. Zweiäuglein erklärte, und die kluge Frau sagte ihr, sie solle zur Ziege sagen

Kleine Ziege, blöken.
Kleiner Tisch, erscheinen
Ein schön gedeckter Tisch würde vor ihr stehen, und Zweiäuglein konnte so viel essen, wie sie wollte. Die Frau erzählte Zweiäuglein dann, dass sie, als sie genug gegessen hatte, einfach sagen musste

Kleine Ziege, blöken.
Kleiner Tisch, weg
und der Tisch würde verschwinden. Die kluge Frau ging dann weg und Zweiäuglein sprach die Worte, die die Frau ihr gesagt hatte, sie würde den Tisch herbeirufen, und zu ihrer Überraschung stand er da. Zweiäuglein aß, bis sie satt war, und sagte die Worte, von denen die Frau ihr gesagt hatte, dass sie den Tisch verschwinden lassen würden, und sofort war alles weg. Zweiäuglein kehrte am Abend nach Hause zurück und fand den Teller mit den Resten, die ihre Schwestern für sie hinterlassen hatten, aber sie rührte ihn nicht an.

Am nächsten Tag ging sie wieder mit der Ziege hinaus und ließ die Reste, die ihr gegeben worden waren, zurück. Nach einer Weile bemerkten ihre Schwestern dies und erzählten es ihrer Mutter. So wurde Klein Ein Auge mit Klein Zwei Augen losgeschickt, als sie die Ziege auf die Weide trieb, um zu sehen, ob ihr jemand Essen und Trinken gab. Zweiäuglein vermutete, dass dies der Grund dafür war, dass Einäuglein sie begleitete, und sang Einäuglein ein Lied, damit ihr ein Auge einschlief. Zweiäuglein rief dann den Tisch zusammen und aß wie zuvor. Nach der Rückkehr nach Hause erzählte Einäuglein ihrer Mutter, dass sie von der frischen Luft so müde war, dass sie einschlief und deshalb nicht sah, was Zweiäuglein getan hatte. Am nächsten Tag schickte die Mutter Dreiäuglein zu Zweiäuglein, um Zweiäuglein zu beobachten, wenn sie mit der Ziege hinausging. Zweiäuglein vermutete, dass auch Dreiäuglein geschickt worden war, um auf sie aufzupassen, und wollte deshalb ihr Lied singen, damit ihre drei Augen einschlafen, aber stattdessen sang sie ein Lied, damit nur zwei ihrer Augen einschlafen. Dreiäuglein schloss ihr drittes Auge, obwohl es noch wach war, und als Zweiäuglein dachte, dass ihre Schwester fest schlief, sagte sie den Reim und aß und trank von dem kleinen Tischchen. Während der ganzen Zeit blinzelte Dreiäuglein mit dem Auge und sah zu. Als sie nach Hause zurückkehrten, erzählte Dreiäuglein ihrer Mutter, was sie gesehen hatte. Ihre Mutter, die wütend darüber war, dass Zweiäuglein glaubte, besser zu leben als ihre Familie, holte ein Messer und tötete die Ziege.

Zweiäuglein saß auf der Wiese und weinte, nachdem sie gesehen hatte, was ihre Mutter getan hatte. Genau wie zuvor, als sie aufblickte, stand die weise Frau neben ihr und fragte, warum sie weinte. Zweiäuglein erklärte und die weise Frau sagte ihr, sie solle das Herz der Ziege begraben, da es ihr Glück bringen würde. Zweiäuglein fragte ihre Schwestern, ob sie das Herz der Ziege haben könne und sonst nichts. Sie lachten und sagten ihr, sie könne es haben. Am Abend begrub Klein-Zwei-Augen das Herz vor der Tür, genau so, wie die weise Frau es ihr gesagt hatte, und am nächsten Morgen stand dort, wo sie das Herz begraben hatte, ein wunderschöner Baum, an dem Blätter aus Silber und Früchte aus Gold wuchsen.

Die Mutter befahl Kleines Einauge, auf den Baum zu klettern und einige Früchte abzubrechen, aber als Kleines Einauge versuchte, einen der goldenen Äpfel zu ergreifen, sprang der Ast aus ihren Händen. Dies geschah jedes Mal, wenn sie nach ihm griff. Die Mutter sagte daraufhin zu Klein-Drei-Augen, sie solle auf den Baum klettern und einige Früchte abbrechen, da sie mit ihren drei Augen viel besser sehen könne als Klein-Ein-Auge. Dreiäuglein war nicht erfolgreicher als ihre ältere Schwester, und schließlich kletterte die Mutter selbst hinauf und versuchte vergeblich, ein einziges Stück Frucht abzubrechen. Zweiäuglein meldete sich dann freiwillig, es zu versuchen. Ihre Schwestern sagten ihr, dass sie mit ihren beiden Augen keinen Erfolg haben würde. Zu ihrer großen Überraschung gelang es Zweiäuglein, eine ganze Schürze von der goldenen Frucht abzupflücken, und die Mutter nahm sie ihr ab. Doch anstatt Zweiäuglein besser zu behandeln, waren ihre Schwestern und ihre Mutter eifersüchtig, dass nur sie die goldene Frucht pflücken konnte, und waren noch unfreundlicher als zuvor.

Eines Tages kam ein Ritter angeritten. Einäuglein und Dreiäuglein schoben Zweiäuglein unter ein leeres Fass in der Nähe, damit der Ritter sie nicht sehen konnte. Der Ritter blieb stehen, um den schönen Baum zu bewundern, und fragte, wem er gehöre. Er sagte, wer ihm einen Zweig des Baumes gebe, könne haben, was immer er wolle. Die beiden Schwestern sagten ihm, dass der Baum ihnen gehöre und dass sie ihm mit Sicherheit einen Zweig abbrechen würden. Aber genau wie zuvor beugten sich die Zweige und Früchte von ihren Händen weg, wenn sie sich ihnen näherten. Der Ritter rief aus, dass es seltsam sei, dass

Informationen für wissenschaftliche Analysen


Statistiken zum Märchen
Wert
NummerKHM 130
Aarne-Thompson-Uther-IndexATU Typ 511
Übersetzungen english
Lesbarkeitsindex nach Amstad70.6
Lesbarkeitsindex nach Björnsson39.1
Flesch-Reading-Ease Index56.6
Flesch–Kincaid Grade-Level9.9
Gunning Fog Index10.1
Coleman–Liau Index12
SMOG Index11.5
Automated Readability Index11.5
Zeichen-Anzahl14.250
Anzahl der Buchstaben11.309
Anzahl der Sätze122
Wortanzahl2.249
Durchschnittliche Wörter pro Satz18,43
Wörter mit mehr als 6 Buchstaben464
Prozentualer Anteil von langen Wörtern20.6%
Silben gesamt3.496
Durchschnittliche Silben pro Wort1,55
Wörter mit drei Silben256
Prozentualer Anteil von Wörtern mit drei Silben11.4%

Bildquellen: © Andrea Danti / Shutterstock

Copyright-Hinweis: Hintergrund-Informationen, Zusammenfassungen und Analysen zum Märchen sind selbst verfasste urheberrechtlich geschützte Texte, die Sie nicht kopieren dürfen. Die Erstellung dieser Informationen, hat sehr viel Zeit in Anspruch genommen. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis. Sie können den Beitrag gerne auf Facebook, WhatsApp, in Foren oder auf Ihrer eigenen Webseite verlinken.

Fragen, Anmerkungen oder Erfahrungsberichte?

Datenschutzerklärung.

Die besten Märchen

Copyright © 2021 - Alle Rechte vorbehalten | Impressum | DatenschutzPowered by childstories.org

Keine Internetverbindung


Sie sind nicht mit dem Internet verbunden. Bitte überprüfen Sie Ihre Netzwerkverbindung.


Versuchen Sie Folgendes:


  • 1. Prüfen Sie Ihr Netzwerkkabel, ihren Router oder Ihr Smartphone

  • 2. Aktivieren Sie ihre Mobile Daten -oder WLAN-Verbindung erneut

  • 3. Prüfen Sie das Signal an Ihrem Standort

  • 4. Führen Sie eine Netzwerkdiagnose durch