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Der gestohlene Heller
Grimm Märchen

Der gestohlene Heller - Märchen der Gebrüder Grimm

Vorlesezeit für Kinder: 4 min

Es saß einmal ein Vater mit seiner Frau und seinen Kindern mittags am Tisch, und ein guter Freund, der zum Besuch gekommen war, aß mit ihnen. Und wie sie so saßen, und es zwölf Uhr schlug, da sah der Fremde die Tür aufgehen und ein schneeweiß gekleidetes, ganz blasses Kindlein hereinkommen. Es blickte sich nicht um und sprach auch nichts, sondern ging geradezu in die Kammer nebenan.

Bald darauf kam es zurück und ging ebenso still wieder zur Türe hinaus. Am zweiten und dritten Tag kam es auf ebendiese Weise. Da fragte endlich der Fremde den Vater, wem das schöne Kind gehörte, das alle Mittag in die Kammer ginge. „Ich habe es nicht gesehen,“ antwortete er, „und wüsste auch nicht, wem es gehören könnte.“ Am anderen Tage, wie es wiederkam, zeigte es der Fremde dem Vater, der sah es aber nicht, und die Mutter und die Kinder alle sahen auch nichts. Nun stand der Fremde auf, ging zur Kammertür, öffnete sie ein wenig und schaute hinein.

Da sah er das Kind auf der Erde sitzen und emsig mit den Fingern in den Dielenritzen graben und wühlen; wie es aber den Fremden bemerkte, verschwand es. Nun erzählte er, was er gesehen hatte, und beschrieb das Kind genau, da erkannte es die Mutter und sagte „ach, das ist mein liebes Kind, das vor vier Wochen gestorben ist.“ Sie brachen die Dielen auf und fanden zwei Heller, die hatte einmal das Kind von der Mutter erhalten, um sie einem armen Manne zu geben, es hatte aber gedacht „dafür kannst du dir einen Zwieback kaufen,“ die Heller behalten und in die Dielenritzen versteckt; und da hatte es im Grabe keine Ruhe gehabt, und war alle Mittage gekommen, um nach den Hellern zu suchen. Die Eltern gaben darauf das Geld einem Armen, und nachher ist das Kind nicht wieder gesehen worden.

Lesen Sie ein Kurz-Märchen (5 min)

Hintergründe zum Märchen „Der gestohlene Heller“

„Der gestohlene Heller“ ist das Märchen 154 aus Grimms Kinder- und Hausmärchen und eigentlich eine Geistergeschichte. Es ist Aarne-Thompson Typ 769, Ein Kind kehrt von den Toten zurück.

Handlung und Zusammenfassung des Märchen

Ein Ehepaar aß mit einem Gast zu Abend. Um Mitternacht sah der Gast, wie ein Mädchen in weißem Kleid ins Haus kam und direkt in den nächsten Raum ging. Dasselbe passierte auch am nächsten Tag und am Tag danach. Der Gast erzählte dem Vater, was passiert war. Der Vater sagte, er habe das Mädchen noch nie zuvor gesehen. Eines Nachts spähte der Gast in das Zimmer. Er sah das kleine Mädchen auf dem Boden sitzen und etwas zwischen den Brettern des Bodens ausgraben. Er berichtete der Mutter, was er gesehen hatte, und sie sagte ihm, dass es wahrscheinlich ihr Kind war, das vor einem Monat gestorben war. Das Kind erhielt zwei Heller von der Mutter und hatte vor, es einem armen Mann zu geben. Sie änderte ihre Meinung und beschloss, sie zwischen den Bodenbrettern zu verstecken, damit sie später Kekse kaufen konnte. Sie kam jedoch nicht dazu, sie vor ihrem Tod zu benutzen. So kam sie zurück, um nach dem Rechten zu sehen. Sie schenkten die Heller einem armen Mann, und das Gespenst kam nie zurück.

Informationen für wissenschaftliche Analysen


Statistiken zum Märchen
Wert
NummerKHM 154
Aarne-Thompson-Uther-IndexATU Typ 769
Übersetzungen english
Lesbarkeitsindex nach Amstad69.5
Lesbarkeitsindex nach Björnsson40.9
Flesch-Reading-Ease Index57.1
Flesch–Kincaid Grade-Level11.1
Gunning Fog Index12.6
Coleman–Liau Index11
SMOG Index11.5
Automated Readability Index11.8
Zeichen-Anzahl1.767
Anzahl der Buchstaben1.392
Anzahl der Sätze13
Wortanzahl306
Durchschnittliche Wörter pro Satz23,54
Wörter mit mehr als 6 Buchstaben53
Prozentualer Anteil von langen Wörtern17.3%
Silben gesamt455
Durchschnittliche Silben pro Wort1,49
Wörter mit drei Silben27
Prozentualer Anteil von Wörtern mit drei Silben8.8%

Bildquellen: © Andrea Danti / Shutterstock

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